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Forscher: Kinder schlafen schlechter durch digitale Medien

Gesundheit  

Forscher: Kinder schlafen schlechter durch digitale Medien

06.05.2018, 10:29 Uhr | dpa

Forscher: Kinder schlafen schlechter durch digitale Medien. An der Hand eines Kindes wird ein Messgerät befestigt

An dem Daumen des Patienten Nico wird ein Messgerät befestigt, das seinen Schlaf überwacht. Foto: Sina Schuldt (Quelle: dpa)

Forscher machen digitale Medien für Schlafstörungen bei Kindern verantwortlich. Viele Jugendliche seien kurz vor dem Einschlafen noch mit ihren Smartphones in sozialen Netzwerken unterwegs, sagt der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin, Alfred Wiater. Das blaue Licht verhindere die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin. "So entsteht ein ständig erhöhtes Erregungslevel, weil man immer in einem Erwartungszustand bleibt", erklärt Wiater.

In Stuttgart gibt es seit einigen Wochen ein Schlaflabor für Kinder. Es ist das erste im Südwesten, das von der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM) geprüft und akkreditiert ist. Bundesweit gibt es laut dem Verband rund 30 auf Kinder spezialisierte Labore. Mehrere Bundesländer - darunter Niedersachsen und Hessen - haben bisher gar keine.

Der ärztliche Direktor des Stuttgarter Schlaflabors, Markus Blankenberg, geht davon aus, dass 20 bis 37 Prozent der Kinder an Schlafproblemen leiden. Am häufigsten seien Störungen des Schlafrhythmus oder der Atmung, insgesamt gebe es aber rund 40 verschiedene Störungen. Genauso vielfältig wie die Schlafstörungen sind den Experten zufolge auch ihre Folgen: Viele Kinder seien nicht einfach nur tagsüber müde, sondern hyperaktiv, unzufrieden oder könnten sich nicht konzentrieren.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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