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G36-Gewehre nach Mexiko: Angeklagte weisen Vorwürfe zurück

Prozesse  

G36-Gewehre nach Mexiko: Angeklagte weisen Vorwürfe zurück

17.05.2018, 12:48 Uhr | dpa

G36-Gewehre nach Mexiko: Angeklagte weisen Vorwürfe zurück. Ein ausgestellte Sturmgewehr G36 bei Heckler&Koch

Ein ausgestellte Sturmgewehr G36 bei Heckler&Koch. Foto: Patrick Seeger/Archiv (Quelle: dpa)

Im Prozess gegen frühere Mitarbeiter des Rüstungsherstellers Heckler & Koch haben zwei weitere Angeklagte ihre Beteiligung an illegalen Waffenexporten in mexikanische Unruhe-Provinzen zurückgewiesen. Es habe keine Hinweise auf Unregelmäßigkeiten bei den Ausfuhren gegeben, sagte ein früherer Vertriebsleiter am Donnerstag vor dem Landgericht Stuttgart. Vor der Wirtschaftsstrafkammer müssen sich fünf Beschuldigte wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontroll- und Außenwirtschaftsgesetz verantworten.

Laut Anklage wurden von 2006 bis 2009 fast 4500 Sturmgewehre vom Typ G36 und Zubehör im Wert von 4,1 Millionen Euro in mehrere Unruhe-Regionen Mexikos geliefert, wohin die Waffen gar nicht hätten exportiert werden dürfen. Dort seien die Menschenrechte nicht gewahrt gewesen. Der Anwalt des früheren Ausfuhrverantwortlichen sagte, die Waffen seien vom mexikanischen Verteidigungsministerium bestellt worden. Nach deren Lieferung nach Mexiko-Stadt sei die Verantwortung auf die Behörden vor Ort übergegangen. So hatten zum Prozessauftakt auch andere Angeklagte argumentiert.

Das Verhältnis zwischen Mexiko und Deutschland sei gut gewesen, sagte der Anwalt. Mexiko hatte die offizielle Lizenz zum Nachbau des Sturmgewehrs G3. Es ist ebenfalls eine Waffe aus dem Haus des baden-württembergischen Unternehmens. Das Landgericht hat Termine in dem Strafprozess bis zum Oktober angesetzt. Anfang Juni sollen erste Zeugen vernommen werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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