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Happy End nach turbulenter Saison für SC DHfK

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Handball  

Happy End nach turbulenter Saison für SC DHfK

21.05.2018, 20:18 Uhr | dpa

Zwei Spieltage sind in der Handball-Bundesliga noch zu absolvieren, für den SC DHfK Leipzig könnte jetzt schon Schluss sein und alle wären zufrieden. 37 Punkte haben die Sachsen nach dem 23:21 gegen die HSG Wetzlar am Sonntag in der Eliteklasse gesammelt und damit so viele wie noch nie seit dem Erstliga-Aufstieg 2015. "Ich bin mit der Saison absolut im Reinen", sagte Geschäftsführer Karsten Günther.

Dennoch war es beileibe keine einfache Spielzeit für die Grün-Weißen. Nach dem unplanmäßigen Abgang von Chefcoach Christian Prokop zum Deutschen Handball-Bund (DHB) im vorigen Sommer übernahm sein bisheriger Co André Haber interimsweise bis zum Ende des Jahres. Ab dem 1. Januar sollte der damalige Frauen-Nationaltrainer Michael Biegler Haber wieder ablösen. Doch Haber trainierte das Team so erfolgreich - zwischenzeitlich standen die Leipziger vor dem THW Kiel auf Rang sechs -, dass Diskussionen über eine Weiterbeschäftigung des Interimscoachs aufkamen.

Es blieb beim Wechsel zu Biegler, der mit einer Pleitenserie startete. Die ersten drei Partien gingen verloren, es dauerte bis zum 29. Spieltag, bis durch ein 20:20 in Göppingen der erste Auswärtspunkt unter dem neuen Übungsleiter geholt wurde. Es folgte der Tiefpunkt der Saison mit dem 16:28 und einer indiskutablen Leistung in Kiel, bevor der Sieg bei Lübbecke und der erwähnte Erfolg gegen Wetzlar die Spielzeit zu einem vorläufigen Happy End führten. "Es war eine sehr intensive Zeit für alle Beteiligten", sagte Biegler über seine zweite Anstellung beim SC DHfK, nachdem der 57-Jährige 2013 schon einmal für vier Wochen Leipzig trainiert hatte.

Diesmal soll das Engagement deutlich länger dauern. In dieser Saison stehen die Partien bei Hannover-Burgdorf (26. Mai) und bei den Rhein-Neckar Löwen (3. Juni) noch an, wo der SC DHfK entscheidend in den Meisterschaftskampf eingreifen könnte. Auch in der kommenden Saison soll Biegler Cheftrainer bleiben und im Sommer 2020 an seinen aktuellen Assistenten Haber wieder übergeben.

Bis dahin wollen die Leipziger Verantwortlichen den nächsten Schritt gehen und zu Teams wie dem SC Magdeburg weiter aufschließen. "Wir wissen aber, dass wir uns in der Bundesliga in einem Haifischbecken befinden", sagte Geschäftsführer Günther. Den aktuell achten Platz in der nächsten Spielzeit zu verteidigen, wird seiner Meinung nach deutlich schwieriger als die gerade geschaffte Verbesserung um fünf Plätze im Vergleich zu Vorjahresrang 13. Irgendwann soll jedoch der Europapokal erreicht werden. "Ob das in fünf oder zehn Jahren passiert, vermag ich nicht zu sagen", meinte Günther.

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