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Zukunft von Bamf-Chefin infrage gestellt

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Zukunft von Bamf-Chefin infrage gestellt

23.05.2018, 19:38 Uhr | dpa

Zukunft von Bamf-Chefin infrage gestellt. Jutta Cordt

Jutta Cordt, Präsidentin des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (Bamf), äußert sich in der Berliner Bamf-Außenstelle. Foto: Bernd von Jutrczenka (Quelle: dpa)

Im Skandal um unrechtmäßige Asylbescheide hat die Vorsitzende des Innenausschusses im Bundestag, Andrea Lindholz (CSU), die Zukunft von Bamf-Chefin Jutta Cordt infrage gestellt. "Der Vertrauensverlust ist enorm. Das sage ich ganz klar", sagte die CSU-Politikerin "Focus Online" am Mittwoch auf die Frage, ob die Präsidentin des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) noch tragbar sei.

Aus ihrer Sicht hänge Vertrauen immer auch mit Personen zusammen. "Wir brauchen da jemanden, dem man einfach vertrauen kann", sagte Lindholz. Das Bamf habe viele Mitarbeiter, die sehr gute Arbeit leisteten. "Die werden jetzt alle in Verruf gebracht. Vertrauen muss über Personen erfolgen, die ganz oben an der Spitze sitzen."

Beim Bamf seien in den vergangenen Jahren viele weitreichende und strukturelle Verbesserungen umgesetzt worden. "Die Frage ist, ob das ausreicht", sagte Lindholz. "Ich glaube nicht, dass es darum geht, Frau Cordt abzusägen. Sondern es geht darum, aus den bestehenden Missständen die richtigen Schlüsse zu ziehen - das kann eben auch personelle Konsequenzen bedeuten, die auch die Führungsspitze betreffen können."

Am Dienstag nächster Woche sollen Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Cordt im Innenausschuss des Bundestages Rechenschaft ablegen. "Ich verspreche mir - insbesondere von der Bamf-Spitze - klare Äußerungen und vor allem eine klare Sachverhaltsaufklärung", sagte Lindholz. "Ich befürchte, dass das keine angenehmen Stunden für die Bamf-Leitung werden."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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