Sie sind hier: Home > Regional >

Sicherheitsbedenken: Streit um Ed-Sheeran-Konzert

Musik  

Sicherheitsbedenken: Streit um Ed-Sheeran-Konzert

24.05.2018, 20:59 Uhr | dpa

Sicherheitsbedenken: Streit um Ed-Sheeran-Konzert. Demo für Baumschutz

Demonstranten befestigen ein Plakat mit der Aufschrift "Ed Sheeran please perform in Esprit Arena!" an einem Baum. Foto: David Young/Archiv (Quelle: dpa)

Das geplante Open-Air-Konzert von Ed Sheeran in Düsseldorf wird zum Politikum. Der britische Popstar (27, "Perfect") soll am 22. Juli auf dem Messeparkplatz der Landeshauptstadt auftreten, erwartet werden mehr als 80 000 Besucher. Der Parkplatz soll zu diesem Zweck umfunktioniert werden. Unter dem Eindruck der Loveparade-Katastrophe 2010 in Duisburg werden jedoch Sicherheitsbedenken laut.

Die CDU-Stadtratsfraktion übte am Donnerstag scharfe Kritik an Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD). Man habe erst aus den Medien von einer Sondersitzung am 13. Juni erfahren, in der über eine Baugenehmigung entschieden werden solle, erklärte sie.

"Wir wollen nicht unter massivem Zeitdruck über ein Riesen-Event für 84 000 Besucher entscheiden, das dann schon sechs Wochen später stattfindet", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Rüdiger Gutt. "Daher fordern wir auch eine Stellungnahme von der Stadtspitze zu Zeitplan und Kosten."

Die "Westdeutsche Zeitung" hatte den Verkehrsforscher Michael Schreckenberg zitiert, der auch in die Aufarbeitung der Loveparade-Katastrophe in Duisburg involviert war. Auch dieser sieht in dem Vorhaben eine "hastig geplante" Veranstaltung, "deren Planungszeit nicht ausreicht, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten".

Oberbürgermeister Geisel hatte angesichts der Kritik mit dem Forscher telefoniert. Am Mittwoch versicherte er, dass wohl alle Städte die Vorkommnisse in Duisburg vor Augen hätten, wenn es um die Genehmigung von Großveranstaltungen gehe. Auch deshalb werde bei der Prüfung des Sicherheitskonzeptes besonders sorgfältig vorgegangen.

Bisher wurden schon 60 Bäume auf dem Düsseldorfer Messeparkplatz umgepflanzt. Weitere 100 sollen für das Konzert gefällt werden. Dagegen hatte es bereits öffentliche Proteste gegeben. Ursprünglich sollte das Konzert auf dem Flughafen Essen/Mülheim stattfinden. Das scheiterte aber wegen der Nistplätze der Feldlerche und möglicher Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal