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Hasenpest im Landkreis Würzburg

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Hasenpest im Landkreis Würzburg

28.05.2018, 12:58 Uhr | dpa

Hasenpest im Landkreis Würzburg. Hase auf einem Feld

Ein Feldhase. Foto: Patrick Pleul/Archiv (Quelle: dpa)

Im Landkreis Würzburg ist die auf den Menschen übertragbare Hasenpest nachgewiesen worden. Im Gemeindegebiet von Estenfeld hätten Experten den Erreger der Tularämie - so der Fachausdruck - bei toten Feldhasen gefunden, teilte eine Sprecherin des Landratsamtes am Montag mit. Ansteckungsgefährdet sind nach Angaben des Landesamts für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) vor allem Menschen, die intensiv Kontakt mit erkrankten Tieren oder deren Ausscheidungen haben. "Die Tularämie des Menschen ist daher in erster Linie eine Berufskrankheit von Jägern, aber auch von Köchen, Metzgern und Tierärzten", heißt es beim LGL. Man wisse aber auch von Infektionen von Landwirten.

Allerdings: Wenn beispielsweise Spaziergänger tote Feldhasen oder andere Wildtiere im Wald finden, sollten die Kadaver keinesfalls angefasst werden, rät Claudia Gangl, Referentin für Wildkrankheiten und Tierschutz beim Bayerischen Jagdverband (BJV). Zugleich aber warnte sie vor Hysterie. Wer tote Tiere sehe, solle das örtliche Veterinäramt beim Landratsamt informieren. Und: Es verstehe sich von selbst, dass Wildbret nur komplett durchgegart gegessen werden sollte, sagte Gangl der Deutschen Presse-Agentur.

Bei rechtzeitiger Diagnose sei die Krankheit beim Menschen mit Antibiotika gut behandelbar, heißt es beim LGL. Die Krankheit beginne mit grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Kopfschmerzen. Erkrankte Tiere erleiden meist eine Blutvergiftung und sterben daran.

Die Hasenpest wird in Bayern eher selten nachgewiesen - für 2015 listet das LGL 16 positiv getestete Feldhasen auf, beim Menschen gab es in diesem Zeitraum vier den Behörden bekannte Erkrankungen. 2016 und 2017 testeten die LGL-Experten je zehn Feldhasen positiv auf Tularämie. Experten raten Jägern, die mit verdächtigen Tieren in Kontakt kommen, Hand- und Mundschutz zu tragen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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