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Mehr Ärzte-Pfusch in Mecklenburg-Vorpommern festgestellt

Gesundheit  

Mehr Ärzte-Pfusch in Mecklenburg-Vorpommern festgestellt

06.06.2018, 11:18 Uhr | dpa

Mehr Ärzte-Pfusch in Mecklenburg-Vorpommern festgestellt. Arztpraxis

Ein Hausarzt misst in seiner Praxis einer Patientin den Blutdruck. Foto: Bernd Weissbrod/Archiv (Quelle: dpa)

Experten haben mehr Ärzte-Pfusch in Mecklenburg-Vorpommern festgestellt. Der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) bestätigte im vergangenen Jahr in 72 Fällen den Verdacht von Patienten, falsch behandelt worden zu sein und dadurch einen Schaden erlitten zu haben, wie der MDK in Schwerin mitteilte. Im Jahr davor waren demnach 56 fehlerhafte Behandlungen bestätigt worden. Die Experten des MDK hatten aber auch mehr geprüft: Die Zahl der vermuteten Behandlungs- und Pflegefehler, in denen der MDK ein Gutachten anfertigte, stieg von 244 im Jahr 2016 auf 253 im Jahr 2017. Zuvor hatte der NDR berichtet.

In 20 der 72 bestätigten Fälle aus dem vergangenen Jahr hatte sich nach Einschätzung der MDK-Experten ein grober und nicht nachvollziehbarer Fehler ereignet. So sei in einem Fall ein Patient an der falschen Bandscheibe operiert worden. "Dass selbst solche Fehler immer wieder vorkommen, zeigt, dass die Fehlerprävention in Deutschland noch besser werden muss", sagte der Leiter des Referats Medizinrecht beim MDK Mecklenburg-Vorpommern, Torsten Schnoor.

Hat ein gesetzlich krankenversicherter Patient den Verdacht, einen Behandlungs- oder Pflegefehler erlitten zu haben, kann er sich an seine Krankenkasse wenden. In deren Auftrag nimmt der Medizinische Dienst die nötige Begutachtung vor. Für den Patienten sei dies kostenfrei, hieß es. Komme der Gutachter zu dem Ergebnis, dass der Verdacht auf einen Behandlungsfehler gerechtfertigt ist, helfe dies bei der Durchsetzung von Schadenersatzansprüchen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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