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Feuerwehr stoppt umstrittenen Gesinnungstest

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Feuerwehr stoppt umstrittenen Gesinnungstest

06.06.2018, 16:29 Uhr | dpa

Feuerwehr stoppt umstrittenen Gesinnungstest. Feuerwehrauto

Ein Feuerwehrauto bei einer Infoveranstaltung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Foto: Britta Pedersen/Archiv (Quelle: dpa)

Mit einer Online-Befragung hat Schleswig-Holsteins Landesfeuerwehrverband unter seinen Mitgliedern und in der Landespolitik Empörung ausgelöst. Nach Intervention von Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) stoppte Landesbrandmeister Frank Homrich einen umstrittenen Teil der Umfrage zur Gesinnung der Feuerwehrleute. Neben Fragen zur Stimmung in den Feuerwehren und der Arbeitsbelastung sollten die Helfer bewerten, ob "unter bestimmten Umständen eine Diktatur die bessere Staatsform" wäre oder ob sie der These "Ohne Judenvernichtung würde man Hitler heute als großen Staatsmann sehen" in Abstufungen zustimmen oder ablehnen.

"Ich habe großes Verständnis dafür, dass viele die Formulierung der Fragen als Zumutung empfinden. Auch ich empfinde es genauso", sagte Grote am Mittwoch. Zuvor hatten die "Kieler Nachrichten" darüber berichtet.

Homrich sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Umfrage sei von einer Arbeitsgruppe konzipiert und allen Kreis- und Stadtwehrführern im April vorgestellt worden. Nach Stellungnahmen von drei Kreisverbänden habe es minimale Änderungen gegeben. Zwar habe es Kritik von einzelnen Kreisverbänden gegeben. "Wir haben aber auch festgestellt, dass bislang rund 1700 Teilnehmer die Umfrage abgeschlossen haben." 70 Prozent von ihnen hätten alles ausgefüllt.

Feuerwehrleute beklagten laut dem Blatt, die Fragen stellten Kameraden in die rechte Ecke, sie seien stigmatisierend, ehrverletzend und beleidigend. Der auf der Internetseite des Feuerwehrverbands gestartete Fragenkatalog war in Zusammenarbeit mit einer Professorin der Fachhochschule Kiel entstanden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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