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Hunderte bei Protesten gegen Al-Kuds-Demo

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Extremismus  

Hunderte bei Protesten gegen Al-Kuds-Demo

09.06.2018, 18:08 Uhr | dpa

Hunderte bei Protesten gegen Al-Kuds-Demo. Al-Kuds-Tag in Berlin

Menschen nehmen an einer anti-israelischen Demonstration anlässlich des sogenannten Al-Kuds-Tages teil. Foto: Jörg Carstensen/Archiv (Quelle: dpa)

Bei bestem Wetter haben Hunderte Menschen in Berlin-Schöneberg und -Charlottenburg ein Zeichen gegen Antisemitismus, Islamismus und Homophobie gesetzt. Anlass war der jährlich stattfindende anti-israelische Al-Kuds-Aufmarsch radikaler Muslime, an dem laut Polizei in diesem Jahr 1600 Menschen teilnahmen.

Zu der genauen Anzahl der Gegendemonstranten konnten die Beamten zunächst keine Angaben machen. Aufmarsch und Proteste verliefen demnach ohne größere Zwischenfälle. Eine Flagge der Terrororganisation Hisbollah wurde beschlagnahmt. 600 Beamte hielten die Lager voneinander entfernt.

Am Nollendorfplatz und dem U-Bahnhof Wilmersdorfer Straße starteten am Mittag zwei Protestzüge. Viele Israel-Fahnen waren zu sehen, "Israel muss sich verteidigen" war auf einem Transparent zu lesen. Zu der Demo am Nollendorfplatz hatten Parteien und Initiativen aufgerufen.

Wie die Beamten berichteten, hatten die Veranstalter des Al-Kuds-Marsches vor Start der Demonstration am Adenauerplatz die Teilnehmer zum friedlichen Protest aufgerufen. Alle Plakate seien in deutscher Sprache verfasst, hieß es. Die Polizei achtete darauf, dass antisemitische Parolen unterblieben.

Der Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Harbarth, erklärte zu dem Al-Kuds-Aufmarsch: "Die Demonstrationsfreiheit ist ein sehr hohes Gut. Aber sie gibt keinen Raum für antisemitische Hetze." Es sei unerträglich, dass mit dem Al-Kuds-Marsch Jahr für Jahr in Berlin offener Antisemitismus zur Schau gestellt wird.

Am Al-Kuds-Tag, der am Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan liegt, ruft der Iran jedes Jahr zur Eroberung Jerusalems auf. Er erkennt den Staat Israel nicht an. Al-Kuds ist der arabische Name für Jerusalem. Der Tag geht auf einen Aufruf des iranischen Revolutionsführers Ajatollah Khomeini zurück.

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