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Handelskammern fordern vor Brenner-Gipfel Schienenausbau

Verkehr  

Handelskammern fordern vor Brenner-Gipfel Schienenausbau

11.06.2018, 18:09 Uhr | dpa

Vor dem Brenner-Gipfel im italienischen Bozen haben sieben alpenländische Handelskammern gemeinsam tragfähige Lösungen für den zunehmenden Güterverkehr auf der Brennerstrecke verlangt. In einer gemeinsamen Erklärung verlangten die Kammern von München und Oberbayern, Tirol, Vorarlberg und Salzburg (Österreich), sowie Bozen, Trient, Verona (Italien) am Montag einen zügigen Ausbau der Bahninfrastruktur.

"Deutschland, Österreich und Italien müssen endlich ernst machen", verlangte der Münchner IHK-Vizepräsident und Vorsitzende des Verkehrsausschusses beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag, Georg Dettendorfer. "Ohne zuverlässigen Güterverkehr zu wettbewerbsfähigen Preisen wird es keine nennenswerte Verlagerung auf die Schiene und damit keine Entlastung der Brennerautobahn geben. Die Zeit leerer Versprechungen ist schon lange vorbei."

Bei dem Gipfel am Dienstag wollen Vertreter Deutschlands, Österreichs und Italiens erneut beraten, wie der Transitverkehr über den Brennerpass eingedämmt und stärker auf die Schiene gebracht werden kann. Die Handelskammern fordern dazu konkret einen Ausbau bestehender Umschlagterminals für Güter, neue Verbindungen für die Rollende Landstraße, bei der Lastwagen auf die Schiene verladen werden, sowie die Fertigstellung aller Zulaufstrecken zum Brennerbasistunnel. Dieser soll etwa 2026 neue Schienen-Kapazitäten für den Güterverkehr schaffen.

Vor allem hier ist die Planung in Deutschland hinter den Nachbarn her. Während in Österreich und auch in Italien längst der Tunnel in den Fels getrieben wird, ist auf deutscher Seite noch nicht klar, wo die zusätzlichen Trassen im oberbayerischen Inntal verlaufen sollen. Am Montag sollen in Rosenheim die ersten Planungen dafür vorgestellt werden, wie die Bahn mitteilte. Voraussichtlich Anfang 2020 soll dann der konkrete Vorschlag für die geplante neue Bahntrasse im Inntal vorliegen. Die Bahn ist seit zwei Jahren im Dialog mit den Anwohnern. Teils gibt es Kritik, da die Bewohner des ohnehin verkehrsgeplagten Inntals nicht noch mehr Verkehr vor ihrer Haustür haben wollen.

Vorerst versucht Tirol, den wachsenden Lastwagenverkehr auf der Autobahn mit sogenannten Blockabfertigungen zu drosseln. Dabei dürfen an manchen Tagen pro Stunde nur rund 250 Lastwagen einreisen. Dettendorfer lehnte diese Maßnahme ab. "Eine derartige Beschränkung des Verkehrs behebt nicht das eigentliche Problem." Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte vergangene Woche Donnerstag vor dem Hintergrund des Streits um Tirols Lastwagen-Blockaden seine Teilnahme an einem Gipfel abgesagt.

Auch die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) kritisierte die Blockabfertigungen erneut. Solche Maßnahmen lehne man kategorisch ab, sagte Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt.

Während Südtirol und Tirol eine höhere Maut von München bis Verona fordern, um die Brennerroute für den Verkehr weniger attraktiv zu machen, ist Bayern hier zurückhaltend. Eine Lastwagen-Obergrenze, wie sie Tirol und auch Südtirol wollen, lehnt der Freistaat ab. Dafür hatte Bayerns Verkehrsministerin Ilse Aigner (CSU) eine Lockerung des Nachtfahrverbots für Lastwagen in Tirol ins Spiel gebracht. Das wiederum kam jenseits der Grenze nicht gut an.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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