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Warnstreiks legen Nürnberger Berufsverkehr lahm

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Warnstreiks legen Nürnberger Berufsverkehr lahm

15.06.2018, 08:08 Uhr | dpa

Warnstreiks legen Nürnberger Berufsverkehr lahm. Bahnsperrung

Leer sind die Gleise an einem Bahnhof. Foto: Federico Gambarini/Archiv (Quelle: dpa)

Kurz vor Beginn der dritten Verhandlungsrunde haben Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr den Berufsverkehr in Nürnberg nahezu lahm gelegt. Seit Betriebsbeginn am Freitag um 4.00 Uhr standen viele Straßenbahnen und Busse still. Besonders betroffen waren die Straßenbahnen, bei denen nur drei anstelle von 20 Züge auf insgesamt fünf Linien in Betrieb waren. Wie eine Sprecherin der Nürnberger Verkehrsbetriebe (VAG) mitteilte, hatten U-Bahnfahrer mehr Glück. Die Linien würden im zweieinhalb- bis zehnminütigem Takt fahren, so die Sprecherin.

Der ebenfalls für Freitag angesetzte Warnstreik in Aschaffenburg wurde kurzfristig abgesagt. Dies sei laut einem Pressesprecher von Verdi durch die "äußerst erfolgreichen" Streiks der vorangegangen Tage möglich. In München hatten Warnstreiks bereits am Donnerstag U-Bahnen, Trambahnen und Busse lahmgelegt. Auch in Schweinfurt fuhren laut Verdi für mehrere Stunden keine Busse mehr. Zuvor hatte es Warnstreiks im Nahverkehr in Augsburg, Regensburg und Amberg gegeben.

Da am Freitag in Nürnberg die dritte Verhandlungsrunde in dem Tarifkonflikt stattfinden soll, entschied sich Verdi für die Warnstreiks in der fränkischen Metropole. Verdi verlangt für die rund 6300 Beschäftigten der Nahverkehrsbetriebe in den Städten und Gemeinden im Freistaat sieben Prozent mehr Geld für zwölf Monate, mindestens aber 220 Euro mehr, sowie weitere Verbesserungen bei den Arbeitsbedingungen.

Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern hatte im Mai erklärt, man sei für Verbesserungen offen, sehe die Grenze aber bei der im April in Potsdam erzielten Tarifeinigung für den öffentlichen Dienst. Dort hatten die Tarifparteien Einkommenserhöhungen von insgesamt 7,5 Prozent in drei Schritten bei 30 Monaten Laufzeit für die 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen beschlossen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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