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Lederer: Anti-israelischer Aufruf fördert Judenfeindlichkeit

Musik  

Lederer: Anti-israelischer Aufruf fördert Judenfeindlichkeit

19.06.2018, 12:39 Uhr | dpa

Lederer: Anti-israelischer Aufruf fördert Judenfeindlichkeit. Berliner Festival "Pop-Kultur"

Illustration des Berliner Festivals "Pop-Kultur". Foto: Maurizio Gambarini/Archiv (Quelle: dpa)

Kultursenator Klaus Lederer (Linke) hat anti-israelische Aufrufe gegen das Festival Pop-Kultur (15. bis 17. August) kritisiert. Der Boykott von Kunst und kulturellem Austausch sei kein sinnvolles Mittel, um in einem "komplexen Konflikt" Veränderung und Annäherung zu erreichen, hieß es in einer Mitteilung des vom Senat geförderten Festivals am Dienstag. "Boykottaufrufe gegen Israel sind von Dämonisierung und Doppelstandards geprägt, sie bedienen und befördern antisemitische Denkmuster", erklärte Lederer.

Auch in diesem Jahr sieht sich das Festival um Musicboard-Chefin Katja Lucker mit Boykott-Aufrufen konfrontiert. Der US-Musiker John Maus sowie die Briten Shopping, Richard Dawson & Band und Gwenno hatten ihre Teilnahme abgesagt. Das Festival bekräftigte, dass es sich von solchen Aktionen nicht einschüchtern lasse. Anlass für den Boykott ist die Unterstützung des Festivals durch die Botschaft Israels, die 1200 Euro für Unterkunft und Reisekosten für drei Künstler beisteuert.

Hinter dem Boykott-Aufruf steht die Bewegung BDS (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen). Sie begründet ihre Aktivitäten mit der Politik Israels gegenüber den Palästinensern. Roger Waters (Pink Floyd) und Brian Eno (Roxy Music) sind prominente Fürsprecher der Organisation, die von Israel als antisemitisch eingestuft wird.

Lederer wird zum Thema bei der Eröffnung der vierten Festivalsausgabe mit der israelischen Autorin Lizzie Doron diskutieren. Rund 100 Konzerte, DJ-Sets, Ausstellungen, Installationen, Talks und Filme sind in der Kulturbrauerei geplant. Dazu zählen die Cloud-Rapperin Haiyti, Can-Keyboarder Irmin Schmidt und die Berliner Singer-Songwriterin Kat Frankie.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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