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Wirtschaftsweiser verteidigt Eigenverantwortung

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Wirtschaftsweiser verteidigt Eigenverantwortung

19.06.2018, 17:48 Uhr | dpa

Wirtschaftsweiser verteidigt Eigenverantwortung. Christoph M. Schmidt

Christoph M. Schmidt, Vorsitzender der Wirtschaftsweisen, aufgenommen während der ARD-Talksendung "Anne Will". Foto: Karlheinz Schindler/Archiv (Quelle: dpa)

Der Vorsitzende der fünf Wirtschaftsweisen, Christoph Schmidt, hat zur Verteidigung von Sozialer Marktwirtschaft und Eigenverantwortung aufgerufen. Globale Herausforderungen erforderten gemeinsames Handeln von Volkswirtschaften mit völlig unterschiedlichen Gesellschaftsmodellen. Die Grundzüge der Sozialen Marktwirtschaft wie Eigenverantwortung und Wettbewerb dürften aber nicht in Frage gestellt werden, warnte der Essener Professor und Präsident des RWI-Instituts am Dienstag in München. Sie stehe für individuelle Freiheit und Chancengerechtigkeit.

Um Wohlstand und soziale Absicherung zu stärken und als Ordnungsrahmen für den digitalisierten Arbeitsmarkt müsse "die Befähigung zur Übernahme von Eigenverantwortung in den Mittelpunkt" rücken, sagte der Vorsitzende des Sachverständigenrats bei einer Veranstaltung des Roman-Herzog-Instituts. Menschen seien durchaus in der Lage, eigene Entscheidungen zu treffen. Die Politik sollte auf die Befähigung des Einzelnen zum Erfolg setzen. Subsidiarität und Solidarität seien so zu balancieren, dass "ein Mindestmaß an gesellschaftlicher Teilhabe bewahrt bleibt", aber das Erwirtschaftete "für das Ergebnis nach der Umverteilung maßgeblich bleibt".

Für Forschungsarbeiten zur sozialen Marktwirtschaft zeichnete das Roman-Herzog-Institut vier junge Wissenschaftler aus. Der mit 20 000 Euro dotierte erste Preis ging an Heiko Burret aus Freiburg für seine Dissertation über die wissenschaftlichen Grundlage der sozialen Marktwirtschaft. Ziel des nach dem ehemaligen Bundespräsidenten benannten Instituts ist es, jenseits der aktuellen Tagespolitik Perspektiven und Ideen für Wirtschaft und Gesellschaft zu entwickeln. Der Preis wird seit fünf Jahren verliehen.

Die soziale Marktwirtschaft werde immer wieder "einerseits als überholt und andererseits als reformfähig porträtiert", sagte der RHI-Vorstandsvorsitzende Randolf Rodenstock. Fest stehe, dass sie Grundlage sei "für Wohlstand und Beschäftigung sowie für Wettbewerb, Verantwortung und soziale Teilhabe".

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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