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Netz und Harpune sollen Weltraumschrott einfangen

Wissenschaft  

Netz und Harpune sollen Weltraumschrott einfangen

20.06.2018, 16:49 Uhr | dpa

Müllabfuhr im Orbit: Mit Netz und Harpune könnten Satelliten künftig auf Jagd nach Weltraumschrott gehen. Ein EU-Projekt unter Leitung der britischen Universität Surrey will diese neuen Technologien testen. Am Mittwoch startete dafür ein Forschungssatellit von der Internationalen Raumstation ISS ins Weltall. In den nächsten Monaten soll er zwei Mini-Satelliten aussetzen und diese mit Netz und Harpune einfangen. Anschließend soll die Raumsonde ein Segel entfalten, um so schneller in die Erdatmosphäre gelangen zu können, wo sie verglühen wird.

Ein Roboterarm schubste den Satelliten am Mittwoch aus der Luftschleuse des japanischen ISS-Modul ins All. Voraussichtlich im September werde das erste Experiment mit dem Netz starten, sagte Ingo Retat von dem Raumfahrtunternehmen Airbus Defence and Space in Bremen, der dieses entwickelt hat. Kameras werden verfolgen, ob sich das halbkugelförmige Netz richtig entfaltet und es gelingt, den Mini-Satelliten einzufangen.

Bei einer echten Mission soll die Raumsonde den eingefangenen Schrott über eine Leine einholen und zusammen mit ihm später verglühen. Ähnlich soll es bei der von Airbus im britischen Stevenage gebauten Harpune ablaufen. Mit Hilfe des Segels könnte der Satellit innerhalb von zwei Monaten den Orbit verlassen, sonst würde das mehr als zweieinhalb Jahren dauern.

Diese aufwendige Methode lohne sich nur bei größeren Objekten, sagte Retat. Ein Beispiel wären tote Satelliten wie der "Envisat" der Europäischen Raumfahrtagentur Esa. Dieser fliegt in einem Orbit, in dem viele Erdbeobachtungssatelliten unterwegs sind. Bei einer Kollision könnten nach Angaben von Retat Tausende Schrottfragmente durchs All fliegen, die wiederum andere Satelliten beschädigen könnten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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