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Olympia-Snowboarderin Mittermüller aus Kader gestrichen

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Olympia-Snowboarderin Mittermüller aus Kader gestrichen

27.06.2018, 05:38 Uhr | dpa

Olympia-Snowboarderin Mittermüller aus Kader gestrichen. Silvia Mittermüller

Silvia Mittermüller aus Deutschland kommt mit Rucksack tragend ins Ziel. Foto: Angelika Warmuth/Archiv (Quelle: dpa)

Die Snowboarderin und Olympia-Starterin Silvia Mittermüller ist aus dem deutschen Kader für die neue Weltcup-Saison gestrichen worden und wirft dem Verband daher fehlende Wertschätzung vor. Die Münchnerin ist seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten die erfolgreichste Freestyle-Boarderin hierzulande, bekam wegen ihrer aktuellen Knieverletzung und ihrem Alter von 34 Jahren aber keinen Platz im Aufgebot. "Das Ziel ist Olympia in China 2022, und da sehen sie mich nicht", sagte Mittermüller der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. "Mir wird grade der Boden unter den Füßen weggezogen. Ich fühle mich so wenig wertgeschätzt. Das ist eine ätzende Situation."

Die Sportlerin kann auf eigene Kosten weiterhin Weltcup-Rennen fahren und sich sogar für die WM im Februar 2019 in den USA qualifizieren, wie Verbands-Sportdirektor Andreas Scheid sagte. Ohne Kaderplatz bei Snowboard Germany kann sie aber nicht in der Bundeswehr-Sportgruppe bleiben, zudem profitiert sie nicht mehr von der Deutschen Sporthilfe und darf nicht mehr automatisch an Olympiastützpunkten trainieren.

Derzeit befindet sich Mittermüller in ihrer Reha nach der schweren Knieverletzung von den Winterspielen in Pyeongchang. "Wir schauen, dass sie im Olympiastützpunkt medizinisch und physiotherapeutisch betreut wird, bis sie wieder ganz gesund ist", sagte Scheid.

Der neue Sportdirektor begründete die Streichung der Athletin damit, dass der Verband wegen der Spitzensportreform in Deutschland seinen Fokus auf die nächsten Winterspiele 2022 und 2026 richte und daher nur auf junge Sportler setze. "Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen", sagte Scheid der dpa. Mittermüllers Bitte, mit einer letzten Saison die Karriere abschließen zu können, kam er nicht nach.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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