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Masernfälle nehmen zu: Vorsicht besonders zur Reisezeit

Krankheiten  

Masernfälle nehmen zu: Vorsicht besonders zur Reisezeit

06.07.2018, 05:29 Uhr | dpa

Masernfälle nehmen zu: Vorsicht besonders zur Reisezeit. Masern

Ein Impfpass liegt auf einem Tisch. Foto: Marius Becker/Archiv (Quelle: dpa)

Die Masernfälle sind in Baden-Württemberg wieder deutlich gestiegen. 81 Erkrankungen seien in der ersten Hälfte des Jahres gemeldet worden, teilte das Landesgesundheitsamt mit. Im selben Zeitraum im Jahr 2017 seien es nur 48 Fälle gewesen. Die Kreise Breisgau-Hochschwarzwald und Freiburg sind in diesem Jahr bislang mit 13 und elf Fällen besonders stark betroffen.

Vor allem in der Urlaubzeit sei Vorsicht geboten, warnte die Behörde. "Masern zirkulieren zurzeit in vielen Ländern Europas, besonders in Süd- und Südosteuropa." Deshalb empfehlen Experten vor dem Sommerurlaub den Impfschutz zu überprüfen und zu vervollständigen. Häufig fehle die zweite und letzte Impfdosis, mit der man sicher gehe, immun zu sein, bestätigt das Robert Koch-Institut.

"Masern sind insgesamt seltener geworden", heiß es zwar beim Landesgesundheitsamt. Dennoch dürfe man die meldepflichtige Krankheit nicht unterschätzen: Mehr als eine Woche nach der Ansteckung zeigen Erkrankte Symptome wie Fieber, Bindehautenzündung, Schnupfen und Husten. Eine weitere Woche später kommt es zu den typischen Hautausschlägen. Da Masern eine Schwächung des Immunsystems bewirken, kann es zu verschiedensten Entzündungen, die von den Atemwegen bis zum Gehirn reichen können, kommen. Bei jedem zehnten Erkrankten treten solche Komplikationen auf, die in manchen Fällen auch zum Tod führen können.

"Eine Impfquote von 95 Prozent ist notwendig, um die Elimination der Masern zu erreichen", sagte eine Sprecherin des Robert Koch-Instituts. Aktuell liegen die Zahlen der Impfquoten bei Schulanfängern im Jahr 2016 vor. Demnach erhielten 92,9 Prozent der untersuchten Kinder in Deutschland die notwendige zweite Impfung. Baden-Württemberg schneidet im Bundesvergleich mit 89,5 Prozent am schlechtesten ab.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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