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Österreich zieht Kandidatur-Pläne für Winterspiele zurück

Wien  

Österreich zieht Kandidatur-Pläne für Winterspiele zurück

06.07.2018, 15:49 Uhr | dpa

Österreich zieht Kandidatur-Pläne für Winterspiele zurück. Ein Olympia-Teilnehmer bei einem Sprung

Ein Olympia-Teilnehmer bei einem Sprung. Foto: Angelika Warmuth/Archiv (Quelle: dpa)

Österreich wird sich nicht um die Ausrichtung der Olympischen Winterspiele 2026 bewerben. "Schweren Herzens" verabschiede sich das Österreichische Olympische Comité (ÖOC) von der Idee einer Kandidatur der Region Graz/Schladming. Grund sei die fehlende Unterstützung der Landesregierung von ÖVP und SPÖ in der Steiermark, teilte das ÖOC am Freitag mit.

Im März waren Graz und Schladming angetreten, dank vieler vorhandener Sportstätten nachhaltige und vergleichsweise kostengünstige Winterspiele zu organisieren. In die Bewerbung sollten auch deutsche Sportstätten wie die Bobbahn am Königssee oder das Eisschnelllaufzentrum in Inzell einbezogen werden.

Das ÖOC müsse aufgrund der politischen Diskussionen mit großem Bedauern feststellen, dass ein klares politisches Bekenntnis durch die Landesregierung - vom ÖOC von Beginn an als obligatorisch erachtet - bis heute nicht erfolgt sei, hieß es. "Unter diesen Umständen ist ein Projekt dieser Dimension nicht umsetz- und international kaum vertretbar." Das Internationale Olympische Komitee (IOC) sei über das Ende der Bewerbungs-Gespräche unterrichtet worden, um keine weiteren Kosten zu verursachen.

Die Landesregierung hatte jüngst für den Herbst eine Volksbefragung zur Olympia-Kandidatur angesetzt. Eine ähnliche Befragung in Tirol war im Oktober 2017 mit 53,4 Prozent Nein-Stimmen ausgegangen.

Zuletzt fanden Winterspiele in Österreich 1976 in Innsbruck statt. Für 2026 sind noch Italien mit Turin, Mailand oder Cortina, Schweden mit Stockholm, die Türkei mit Erzurum, Kanada mit Calgary und Japan mit Sapporo im Rennen. Die Schweiz mit Sion hatte unlängst nach einer negativen Volksbefragung aufgegeben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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