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S21-Gegner demonstrieren für "Umstieg 21"

Stuttgart  

S21-Gegner demonstrieren für "Umstieg 21"

07.07.2018, 16:58 Uhr | dpa

S21-Gegner demonstrieren für "Umstieg 21". Kundgebung gegen Stuttgart 21

Demonstranten mit einer Pappfigur des Ministerpräsidenten Kretschmann (B90/Grüne) bei der Kundgebung gegen Stuttgart 21. Foto: Marijan Murat (Quelle: dpa)

Gegner des Bahnprojekts Stuttgart 21 haben am Samstag in der Landeshauptstadt für die Einstellung der Bauarbeiten demonstriert. Unter dem Motto "Mit Wut, Witz und Widerstand gegen Verantwortungslosigkeit" forderten sie, stattdessen das alternative Konzept "Umstieg 21" anzugehen. Anstelle des unterirdischen Bahnhofs für Stuttgart 21 soll demnach der bisherige Kopfbahnhof optimiert werden. Zur Kundgebung in Stuttgart kamen laut Veranstalterangaben rund 3000 Menschen. Die Polizei sprach von etwa 1000.

Das Konzept "Umstieg 21" wäre billiger und ließe sich trotz der längst begonnenen Bauarbeiten immer noch umsetzen, argumentierten die Befürworter - unter ihnen die ehemalige Bundesjustizministerin Herta Däubler-Gmelin (SPD). "Fehlentscheidungen kann und muss man korrigieren", sagte die Politikerin einer Mitteilung zufolge bei der Kundgebung.

Däubler-Gmelin machte demnach geltend, dass Befürworter von Stuttgart 21 vor der Volksabstimmung über das Bahnprojekt teils getäuscht und betrogen worden seien. "Deshalb kann sich heute niemand mehr darauf berufen, die Volksabstimmung im Ländle könne die Grundlage oder auch nur ein politisches Mäntelchen für irgendeinen Auftrag sein." Der Verkehrsausschuss des Bundestages müsse "das Startsignal für die erforderlichen Änderungen geben", forderte sie.

Der Theaterregisseur Volker Lösch sagte, Absurdität dominiere inzwischen den Diskurs über das "Unglücksprojekt" Stuttgart 21. Dessen Befürworter seien sich offenbar "darüber einig, dass es wirtschaftlich ist, ein unwirtschaftliches Projekt weiterzuführen". Das vernünftige Argumentieren hätten sie mittlerweile aufgegeben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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