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Zuhälterei und Menschenhandel: Vater und Tochter vor Gericht

Frankfurt am Main  

Zuhälterei und Menschenhandel: Vater und Tochter vor Gericht

11.07.2018, 03:08 Uhr | dpa

Zuhälterei und Menschenhandel: Vater und Tochter vor Gericht. Justitia

Eine Bronzestatue der römischen Göttin der Gerechtigkeit, Justitia. Foto: Arne Dedert/Archiv (Quelle: dpa)

Wegen des Vorwurfs der schweren Zuhälterei und des Menschenhandels müssen sich seit Mittwoch ein 45 Jahre alter Mann und seine Tochter (25) vor dem Amtsgericht Frankfurt verantworten. Die Staatsanwaltschaft legt dem Vater zur Last, bereits 2014 eine damals erst 15 Jahre alte Frau aus seiner ungarischen Heimat nach Deutschland gelockt und dort in mehreren Bordellen zur Prostitution gezwungen zu haben. 2016 war das Mädchen in einem Frankfurter Laufhaus mit einem falschen Personalausweis aufgefallen und nach Ungarn zurückgeschickt worden. Kurze Zeit später zeigte sie den Angeklagten und seine Tochter an.

Anschließend hatte sie in sechs polizeilichen Vernehmungen angegeben, von dem 45-Jährigen ausgebeutet worden zu sein. Die Staatsanwaltschaft errechnete auf der Grundlage ihrer Angaben zur Anzahl der Freier Einkünfte von rund 100 000 Euro, die vollständig an die Angeklagten abgeführt worden seien. In ihrer ausführlichen Zeugenaussage relativierte die Frau jedoch ihre Angaben. So gab sie an, ein Liebesverhältnis zu dem Angeklagten gehabt zu haben. In diesem Zusammenhang sei sie auch in den verschiedenen Bordellen und FKK-Clubs im Rhein-Main-Gebiet tätig geworden. Teile der Einnahmen habe sie behalten dürfen. Später habe sich das Verhältnis jedoch zunehmend verschlechtert.

Der Anklage zufolge ging die Frau nicht nur in Bordellen oder Klubs der Prostitution nach, sondern auch in einer Privatwohnung. Für diese Liebesdienste schaltete sie eine eigene Internet-Homepage unter dem Titel "Kauf mich!". Beide Angeklagten bestritten die Vorwürfe der Anklage. Die Frau habe freiwillig ihre Liebesdienste angeboten und sei entsprechend dafür bezahlt worden. Die Tochter will überhaupt nichts mit der Sache zu tun gehabt haben.

Das Gericht hat für die umfangreiche Beweisaufnahme noch einen weiteren Verhandlungstag vorgesehen. Mitte kommender Woche soll dann eine Entscheidung verkündet werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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