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Warnstreiks für Entgelttarifvertrag bei Ceravis

Malchin  

Warnstreiks für Entgelttarifvertrag bei Ceravis

13.07.2018, 15:29 Uhr | dpa

Warnstreiks für Entgelttarifvertrag bei Ceravis. Warnstreik für Entgelttarifvertrag bei Ceravis

Vor der Niederlassung der Agrarhandelsgruppe Ceravis AG finden sich Mitarbeiter zum Warnstreik ein. Foto: Bernd Wüstneck/Archiv (Quelle: dpa)

Güstrow/Malchin (dpa/mv) - Die Beschäftigten der Agrarhandelsgruppe Ceravis AG in Malchin und Güstrow haben am Freitag für jeweils zwei Stunden die Arbeit niedergelegt. Zu dem Warnstreik hatte die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) aufgerufen, weil der Arbeitgeber den Mitarbeitern nach ihren Angaben einen rechtsgültigen Entgelttarifvertrag verweigert. Die Ceravis AG mit Sitz in Rendsburg (Schleswig-Holstein) äußerte sich bis zum Freitagnachmittag nicht. Sie hat die Unternehmen vor etwa eineinhalb Jahren übernommen. 

Wie NGG-Geschäftsführer Jörg Dahms sagte, hat der Arbeitgeber eine Lohnerhöhung angeboten, die die Gewerkschaft akzeptiert. Demnach sollen alle, die weniger als 13 Euro Stundenlohn haben, monatlich 100 Euro mehr erhalten, bei einem höheren Stundenlohn 50 Euro.

Ceravis habe dafür aber vom Betriebsrat in weiteren Verhandlungen Zugeständnisse bei der Arbeitszeit verlangt, sagte der Güstrower Betriebsratsvorsitzende Carsten Kohtz. Die Beschäftigten in der Saatgutaufbereitung wollten jedoch Rechtssicherheit durch einen Tarifvertrag, keine Löhne nach Gutdünken. Im Futtermittelwerk in Malchin sagte Betriebsrat Frank Schneider, der alte Tarifvertrag sei bei der Übernahme gekündigt worden. Die 80 Beschäftigten wollten ebenfalls, dass die Lohnerhöhung tariflich vereinbart wird und jährlich neu verhandelt werden kann. Die Gewerkschaft werde einen rechtsgültigen Tarifvertrag gegebenenfalls mit weiteren Streiks durchsetzen, kündigte Dahms an.

Die Ceravis AG mit rund 500 Mitarbeitern in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern ist nach eigenen Angaben führend in Erfassung, Aufbereitung und Lagerung von Getreide, Raps und Ölsaaten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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