Sie sind hier: Home > Regional >

Regierung und Fischer einig beim Schutz von Schweinswalen

Kiel  

Regierung und Fischer einig beim Schutz von Schweinswalen

18.07.2018, 17:35 Uhr | dpa

Schleswig-Holsteins Landesregierung und die Fischereiverbände haben ihre Vereinbarung zum Schutz von Schweinswalen bis 2022 verlängert und ergänzt. Sie enthält jetzt neben der Anwendung neuartiger PAL-Warngeräte auch ein wissenschaftliches Monitoring, wie das Umweltministerium am Mittwoch mitteilte. Schweinswale landen häufig als unerwünschter Beifang in Fischernetzen.

"Wir Fischer leisten unseren Beitrag zum Naturschutz. Wir wollen keine Schweinswale fangen, wir wollen fischen", sagte der Vorsitzende des Landesfischereiverbandes, Lorenz Marckwardt. "Die Schweinswale liegen vielen Fischern am Herzen. Deshalb unterstützen sie das Projekt und setzen PALs ein", ergänzte der Vorsitzende des Fischereischutzverbands, Wolfgang Albrecht. Die Warngeräte imitieren die natürlichen Warnlaute der Schweinswale und bringen sie dazu, ihre Echoortung zu intensivieren. So können sie Netze rechtzeitig wahrnehmen und ihnen ausweichen.

"Ich freue mich, dass die Bereitschaft der Fischer zur Nutzung der PALs so groß ist", sagte Umweltminister Robert Habeck (Grüne) in Eckernförde. "Inzwischen haben sich etwa 80 Prozent der Stellnetzfischer selbst verpflichtet, zum Schutz der Schweinswale ihre Stellnetzlängen zu reduzieren, PALs einzusetzen und sich am Monitoring zu beteiligen." Das zeige erneut, dass die Vereinbarung in der Fischerei akzeptiert werde. "Der Schweinswalschutz funktioniert nur, wenn die Fischer mitmachen."

Die neuartige PAL-Technik wird in Schleswig-Holstein seit April 2017 in einem Großversuch eingesetzt. Sie soll in einem begleitenden Monitoring weiter erforscht werden. Dabei stellt das Land Stellnetzfischern an der Ostseeküste PAL-Geräte kostenfrei zur Verfügung. 81 Fischer wurden bisher mit rund 1550 Geräten versorgt, die an mehr als 300 Kilometer Stellnetz angebracht wurden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal