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Experte: Opel wird zur Design-Hülle für PSA-Technik

Rüsselsheim am Main  

Experte: Opel wird zur Design-Hülle für PSA-Technik

23.07.2018, 11:48 Uhr | dpa

Experte: Opel wird zur Design-Hülle für PSA-Technik. Opel

Fahnen hängen vor dem Adam-Opel-Haus in Rüsselsheim. Foto: Arne Dedert/Archiv (Quelle: dpa)

Der vom französischen PSA-Konzern übernommene Autobauer Opel wird nach Einschätzung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer seine Eigenständigkeit weitgehend verlieren. Die Peugeot-Mutter PSA scheine ausschließlich am historischen Opel-Kundenstamm interessiert zu sein, schreibt der Direktor des CAR-Institus an der Universität Duisburg-Essen vor Veröffentlichung der Konzern-Halbjahreszahlen an diesem Dienstag (24. Juli) in Paris. Der Opel-Betriebsrat könne diesen Prozess nicht stoppen.

Dudenhöffer sieht die Ex-General-Motors-Tochter Opel als vergleichsweise schwache Marke, die in den vergangenen Jahren in Europa beständig Marktanteile verloren habe. "Opel leidet an Kundenschwund", erklärte der Experte.

Verkäufe seien zudem mit einem überdurchschnittlichen Anteil so genannter Eigenzulassungen erreicht worden. Das Kalkül von PSA-Chef Carlos Tavares scheine zu lauten, Opel als PSA-Hülle aufzustellen. Das Unternehmen hat bereits angekündigt, bis 2024 alle Opel-Modelle auf PSA-Plattformen zu stellen. Erste nahezu baugleiche Schwestermodelle gibt es bereits.

Das Opel-Entwicklungszentrum in Rüsselsheim bleibe für die Entwicklung sämtlicher Opel-Modelle zuständig und übernehme im Konzern zentrale Aufgaben wie beispielsweise die Entwicklung neuer Benzinmotoren, die Brennstoffzelle oder die Verantwortlichkeit für leichte Nutzfahrzeuge, hatte das Management noch im Juni versichert. Danach wurden jedoch Überlegungen bekannt, einen wesentlichen Teil des Zentrums möglicherweise an einen Dienstleister abzugeben. Das hatte zu erneuten Protesten der Belegschaft geführt.

Für PSA könnten sich nach Dudenhöffers Einschätzung auch hohe Abfindungen für entlassene Ingenieure rechnen, wenn es bei Opel gelinge, wie bei PSA pro Fahrzeug 800 Euro Gewinn zu machen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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