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Rücktritt von Özil: Integrationsbeauftragter kritisiert DFB

Berlin  

Rücktritt von Özil: Integrationsbeauftragter kritisiert DFB

25.07.2018, 11:17 Uhr | dpa

Rücktritt von Özil: Integrationsbeauftragter kritisiert DFB. Mesut Özil

Mesut Özil im deutschen Nationaltrikot. Foto: Bernd Weissbrod/Archiv (Quelle: dpa)

Der Rückzug von Mesut Özil aus dem deutschen Nationalteam hat nach Ansicht des Integrationsbeauftragten des Berliner Fußball-Verbands die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen erschwert. Das Beispiel des Weltmeisters von 2014 sei in der Vergangenheit genutzt worden, um junge Menschen zu motivieren, sagte Mehmet Matur der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Mittwoch). "Um ihnen zu zeigen, dass sie es nach ganz oben schaffen können: in die Nationalmannschaft und zu einem großen Club." Gerade bei den "türkischen Jungs" sei Özil am beliebtesten.

Matur äußerte Verständnis für den Rücktritt Özils, der 29-Jährige habe keinen Rückhalt bekommen. "Und dann legt Oliver Bierhoff nach und sagt, hätten wir Özil mal nicht mitgenommen", beklagte Matur. "Amateurvereine gehen nicht so mit ihren Spielern um. Das hätte dem DFB nicht passieren dürfen. Er (Özil) ist unser Spieler und er ist in unserer Nationalmannschaft Weltmeister geworden."

Özil hatte erklärt, nicht mehr für die deutsche Nationalmannschaft spielen zu wollen. Dabei hatte er heftige Kritik an DFB-Präsident Reinhard Grindel geübt und dem Deutschen Fußball-Bund unter anderem Rassismus vorgeworfen. Vor der WM in Russland war Özil kritisiert worden, weil er und Ilkay Gündogan sich mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan hatten fotografieren lassen.

Er werde nun von vielen Jugendlichen gefragt, "wie man Özil so fertig machen konnte - wegen eines Fotos. Sie sagen: Ich fliege in die Türkei, mache Urlaub bei Oma und werde mit einer türkischen Flagge abgelichtet, muss ich dann befürchten, dass ich auch aus der Mannschaft rausfliege?", berichtete Matur dem RBB. "Bei einigen sind diese Ängste da. Ich versuche, diese Ängste zu nehmen und auch zu motivieren, damit sie sich zeigen und für Auswahlmannschaften empfehlen. Eventuell irgendwann für die deutsche Nationalmannschaft."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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