Sie sind hier: Home > Regional >

Schleuserprozess: Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft

Osnabrück  

Schleuserprozess: Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft

26.07.2018, 16:58 Uhr | dpa

Schleuserprozess: Staatsanwaltschaft fordert drei Jahre Haft. Richterhammer

Ein Richterhammer auf einer Richterbank. Foto: Uli Deck/Archiv (Quelle: dpa)

Der Prozess gegen einen mutmaßlichen Schleuser vor dem Landgericht Osnabrück steht vor dem Abschluss. Am Donnerstag plädierte die Staatsanwaltschaft, den 28 Jahre alten Angeklagten wegen Beihilfe beim Einschleusen mit Todesfolge zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren zu verurteilen. Die Verteidigung habe Freispruch beantragt, sagte ein Gerichtssprecher.

Dem 28 Jahre alten Afghanen wird vorgeworfen, im Januar 2016 bei einer Bootsüberfahrt vom türkischen Bodrum nach Griechenland den Tod von zwei Jungen Frauen und ihren vier Kindern im Alter von ein bis sieben Jahren mit herbeigeführt zu haben. Von dem Vorwurf, der 28-Jährige sei der Haupttäter, ist inzwischen auch die Staatsanwaltschaft abgerückt. Man werfe ihm nur noch vor, als Gehilfe tätig gewesen zu sein, sagte der Gerichtssprecher. Das Urteil soll am kommenden Dienstag verkündet werden.

Das überladene Boot sank am 22. Januar 2016 in der Ägäis vor Griechenland. Die meisten der 85 Flüchtlinge ertranken, auch die beiden Frauen und ihre Kinder. Die griechische Küstenwache hatte den Angaben zufolge nur 24 Menschen lebend aus dem Wasser vor der Insel Kalolimnos geholt, darunter auch den Angeklagten. 35 Leichname wurden geborgen, darunter eine der Schwestern mit ihrer Tochter.

Der Angeklagte reiste nach der Überfahrt als Flüchtling nach Deutschland weiter. Im Dezember vergangenen Jahres wurde er bei Osnabrück festgenommen. Der Asylbewerber arbeitete bei einer Zeitarbeitsfirma.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal