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Schwund in Berliner Hotels: Gäste packen ein

Berlin  

Schwund in Berliner Hotels: Gäste packen ein

28.07.2018, 08:27 Uhr | dpa

Schwund in Berliner Hotels: Gäste packen ein. Hotelzimmer

Ein Hotelzimmerschlüssel hängt im Türschloss vor einem Bett . Foto: Swen Pförtner/Archiv (Quelle: dpa)

Handtücher, Kleiderbügel oder flauschige Bademäntel: Zum Ende ihrer Hauptstadtreise lässt so mancher Hotelgast in Berlin etwas in die eigene Tasche wandern.

Alexander Dürr, der die zwölf NH Hotels im Raum Berlin verantwortet, sagt, die meisten Häuser seien aber kulant. Doch nicht nur in seinen Hotels werden mittlerweile Einrichtungsgegenstände festgeschraubt. Zudem blockieren viele Betreiber eine Kaution auf der Kreditkarte des Gastes. Zur Schadenshöhe gab es keine Angaben.

Streng genommen gehöre alles im Hotelzimmer zur Ausstattung und dürfe nicht mitgenommen werden, erklärt die Sprecherin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands, Sibylle Zeuch. "Sogar ein Stückchen Seife, ein Shampoo-Fläschchen oder ein Näh-Etui wären somit ein Diebstahl". Doch in der Praxis gehören diese Sachen zum Service der meisten Hotels.

"Gerade die Badutensilien dürfen die Gäste natürlich mitnehmen", sagt auch Dürr. Einmal im Jahr mache jedes Hotel deshalb eine Wäscheinventur - und da fehle schon sehr viel mehr. "Einmal wurden sogar Zimmerpflanzen entwendet oder die Gardinen abgenommen", erinnert sich Dürr. "Wie auch immer man so etwas durch die Lobby bekommt."

Auch Tanita Ohlendorf vom Waldorf Astoria beklagt häufig fehlende Bademäntel oder Kleiderbügel. Dennoch sei das Hotel großzügig, was derartige "Mitbringsel" angeht. "Es wird nicht interveniert, es sei denn, Einrichtungsgegenstände gehen verloren."

Auch Dürr bestätigt, dass sich seine Hotels ungern mit Kunden streiten würden. "Bei kleineren Dingen drückt man deshalb schon mal ein Auge zu." Zudem dürfe nicht jeder Gast unter Generalverdacht gestellt werden. "Niemand kommt ins Hotel, um zu stehlen." Wer etwas mitnehme, tue dies eher spontan.

Das Luxushotel Adlon Kempinski am Brandenburger Tor hat hingegen nach Angaben von Sprecherin Sabine Held kaum Probleme mit Diebstählen durch Gäste. "Das liegt sicher daran, dass wir unsere Einrichtungsgegenstände fast alle zum Verkauf anbieten." So können neben Bademänteln oder Handtüchern auch Bettwäsche und Matratzen erworben werden.

Doch Hotels werden wohl kaum verhindern können, dass Dinge in den Taschen von Gästen verschwinden. Dürr berichtet: "Mittlerweile drucken wir einfach unser Logo auf fast alle Produkte." So könne es außerhalb des Hotels zumindest einen kleinen Werbeeffekt geben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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