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Pop plädiert für U-Bahn-Ausbau: Opposition drückt aufs Tempo

Berlin  

Pop plädiert für U-Bahn-Ausbau: Opposition drückt aufs Tempo

06.08.2018, 13:33 Uhr | dpa

Pop plädiert für U-Bahn-Ausbau: Opposition drückt aufs Tempo. Ramona Pop (Grüne)

Ramona Pop (Grüne). Foto: Sina Schuldt/Archiv (Quelle: dpa)

Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) plädiert für einen Ausbau der Berliner U-Bahn, um die Verkehrsströme der wachsenden Stadt auch in Zukunft zu bewältigen. Mittel- und langfristig müssten zur Anbindung neuer Wohnquartiere weitere Kapazitäten aufgebaut werden. "Auch bei der U-Bahn, denn das ist ein Transportmittel, das sehr viele Menschen befördern und auch längere Strecken zurücklegen kann, wetterunabhängig ist und Verkehr auf der Straße reduziert", sagte die stellvertretende Regierungschefin der Deutschen Presse-Agentur.

In dieser Legislaturperiode konzentriere sich die rot-rot-grüne Koalition zunächst auf den Bau neuer Tramlinien und den Ausbau der Fahrrad-Infrastruktur. "Es ist also klar, dass wir stark in Infrastruktur investieren", so Pop. Aber: "Gerade beim Thema Verkehr sollte man keine Politik machen, die nur auf drei, vier Jahre ausgerichtet ist. Wenn wir uns die langen Beschaffungsvorgänge anschauen und sehen, wie die Stadt wächst, müssen wir natürlich auch weiter in die Zukunft gucken."

Pop erinnerte daran, dass der Senat zwölf neue Stadtquartiere für 100 000 Menschen entwickeln wolle. "Die liegen nicht alle innerhalb des S-Bahnringes, die Buckower Felder beispielsweise oder der Blankenburger Süden", sagte sie. "Wenn wir in einer wachsenden Stadt nicht wollen, dass alle auf das Auto umsteigen, die nicht direkt innerhalb des S-Bahn-Rings wohnen, brauchen wir entsprechende Anschlüsse."

Und weiter: "Insofern sollten wir nicht das eine tun und das andere lassen, sondern perspektivisch schauen, wo brauchen wir neben dem Ausbau der Tram und der Fahrradinfrastruktur noch neue Linien, Verstärkungen oder Verlängerungen."

Die Opposition fordert vom Senat mehr Anstrengungen beim Ausbau des U-Bahn-Netzes. "Der Senat darf den U-Bahn-Bau nicht weiter vertagen", sagte der infrastrukturpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Henner Schmidt. U-Bahnen seien leistungsfähiger als Straßenbahnen und konkurrierten nicht mit anderen Verkehrsträgern um knappe Flächen. Planungen zur Erweiterung des Netzes hätten indes lange Vorlaufzeiten und müssten daher sofort begonnen werden.

Auch der CDU-Verkehrspolitiker Oliver Friederici betonte: "Berlin braucht mehr U-Bahn." Senatorin Pop scheine jedoch eine "einsame Ruferin" bei Rot-Rot-Grün zu sein. Denn eine konkrete Zeitschiene zur Umsetzung nenne sie nicht. "Ihre Ankündigung gerät damit zur leeren Worthülse im Berliner Sommerloch", so Friederici.

Eine neue U-Bahn ist deutlich teurer als etwa eine neue Tram-Linie. Ein Projekt - die Verlängerung der U5 vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor - ist derzeit im Bau und soll 2020 fertig sein. Seit vielen Jahren wird zudem über die Verlängerung anderer Linien diskutiert, etwa der U8 zum Märkischen Viertel oder der U7 im Berliner Süden, um das neue Wohngebiet Buckower Felder und den Flughafen BER besser anzubinden. Eine Option wäre auch eine Verlängerung der U1 von der Uhlandstraße zum Adenauerplatz.

Unterdessen veröffentlichte die Senatsverkehrsverwaltung im Internet einen Entwurf des Nahverkehrsplans 2019-2023, in dem auf rund 350 Seiten Zielvorgaben, Prüfaufträge und konkrete Maßnahmenvorschläge für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) aufgelistet sind. Demnach soll das ÖPNV-Angebot kurz- und mittelfristig deutlich ausgebaut werden, etwa durch neue Linien, dichtere Takte und auch mehr Haltestellen.

Für die Verlängerung der U-Bahnlinien 7, 8 und 9 werden Machbarkeitsstudien vorgeschlagen - eine Umsetzung wäre also eher mittel- bis langfristig möglich. Das gilt wohl auch für die Idee, emissionsfreien Busverkehr mittels elektrischer O-Busse zu erreichen, die in bestimmten Abschnitten ihre Batterien während der Fahrt via Oberleitung aufladen können. Eher kurzfristig sollen neue Express- und Metropolbuslinien kommen. Für die noch etwas fernere Zukunft soll der Einsatz autonomer Kleinbusse und Roboter-Taxis geprüft werden.

Zu dem Entwurf können nach Auskunft der Verkehrsverwaltung nunmehr Verbände Stellung nehmen. Anschließend wird er im Lichte dieser Erkenntnisse nochmals überarbeitet und dann zwischen den Ressorts abgestimmt, eher die Beschlussfassung im Senat folgt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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