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Medizinstudenten: Stipendium kaum gefragt

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Schwerin  

Medizinstudenten: Stipendium kaum gefragt

08.08.2018, 12:23 Uhr | dpa

Medizinstudenten: Stipendium kaum gefragt. Medizinstudent mit Stethoskop

Ein Medizinstudent hält ein Stethoskop in der Hand. Foto: Britta Pedersen/Archiv (Quelle: dpa)

Das Treue-Stipendium von monatlich 300 Euro für angehende Allgemeinmediziner, die später in Mecklenburg-Vorpommern praktizieren wollen, entfaltet nicht die erhoffte Wirkung. Mangels Bewerbern verlängerte das Gesundheitsministerium in Schwerin jetzt die Antragsfrist um zwei Wochen bis zum 30. August. Nur zwei Anmeldungen seien in der zweiten Bewerbungsrunde bislang eingegangen, hieß es am Mittwoch aus dem Ministerium. In einer ersten Runde hatten sich 29 Bewerber gemeldet, die im März an den Universitäten in Rostock und Greifswald auch alle die Zusage für das Stipendium erhielten.

Den Zuschuss vom Land erhalten Medizinstudenten, wenn sie sich verpflichten, nach dem Studium und entsprechender Facharztausbildung für mindestens fünf Jahren in ländlichen Regionen tätig zu werden. Das kann in einer Landarztpraxis sein, im Land-Krankenhaus oder im öffentlichen Gesundheitsdienst. Den Stipendiaten stehe nach Abschluss ihrer Ausbildung ein vielfältiges berufliches Angebot bereit, warb Gesundheitsminister Harry Glawe (CDU) für das Programm. Das Stipendium solle die Entscheidung für Mecklenburg-Vorpommern als Lebens- und Arbeitsort erleichtern.

Im Netz der medizinischen Betreuung zeigen sich im Nordosten immer mehr Lücken, für Landärzte findet sich nach deren Pensionierung oft kein Ersatz. Glawe will mit den Stipendien gegensteuern und plant bis 2022 dafür eine Million Euro ein. Das Geld wird nach bestandenem ersten Studienabschnitt bis zum Ende des Medizinstudiums gezahlt, jedoch längstens für vier Jahre und drei Monate.

Laut Glawe gibt es derzeit im Land rund 4000 Medizinstudenten. Nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung sind landesweit rund 1200 Hausärzte tätig, etwa 120 Stellen sind nicht besetzt. Eine für die kommenden zehn Jahre erwartete Pensionierungswelle droht die Lage noch zu verschärfen.

Im Juli hatte Gesundheitsminister Glawe eine Reihe von Regionalkonferenzen zur medizinischen Versorgung im ländlichen Raum gestartet. Mit ortsansässigen Ärzten soll dabei beraten werden, wie Lücken in der medizinischen Betreuung vermieden werden können. Zu den Gesprächen sind neben der Kassenärztlichen Vereinigung auch Kommunalpolitiker eingeladen.

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