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Neureuther über IOC: "Killt grandiose Sportbegeisterung"

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Neureuther über IOC: "Killt grandiose Sportbegeisterung"

10.08.2018, 12:07 Uhr | dpa

Neureuther über IOC: "Killt grandiose Sportbegeisterung". Felix Neureuther

Felix Neureuther lächelt in die Kamera. Foto: Michael Kappeler/Archiv (Quelle: dpa)

Skirennfahrer Felix Neureuther hat seine Kritik an den internationalen Verbänden erneuert. Diese seien durch ihre Profitgier Schuld daran, dass sich Fans und Interessierte teilweise vom Sport distanzierten, sagte der 34-Jährige der "Süddeutschen Zeitung" am Freitag. Vor allem die Vergaben der Winterspiele an Sotschi 2014, Pyeongchang 2018 und Peking 2022 durch das Internationale Olympische Komitee ärgern den Alpin-Routinier.

"Wie soll dieses einzigartige Produkt "Olympia" da noch glänzen?", fragte er. "Das IOC streicht die viele Kohle selber ein, anstatt nachhaltig auch die davon profitieren zu lassen, die die Spiele veranstalten oder die Show bieten. So erreicht man die Menschen nicht mehr, sondern killt die grandiose Sportbegeisterung der Menschen."

Dass Sport so viel Geld generiert, sei zwar bewundernswert. "Das Verteilungsprinzip stimmt aber leider nicht, weil wenige alles für sich haben wollen und dabei Mittel und Wege einschlagen, die absolut nichts mehr mit den ideellen Werten des Sportes zu tun haben. Es geht um persönliche Bereicherung, Macht, Politik und das eigene Ego und nicht mehr um das, wofür Sport steht, nämlich Fair Play", sagte Neureuther, der nach einem Kreuzbandriss aktuell im Aufbautraining ist für die kommende Saison mit dem Weltcup und der WM in Schweden.

Der Familienvater wünscht sich, dass auch sein Sport nicht weiter mit Disziplinen oder Wettkämpfen aufgebläht und damit teils entwertet werde - auch wenn er weiß, dass das unrealistisch ist. "Weniger ist oft mehr. Abfahrt, Slalom, Riesenslalom - bumm, fertig, das wär's. Drei Disziplinen, so wie früher", erinnerte der Familienvater.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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