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Gericht soll Enteignung von Schloss Reinhardsbrunn klären

Friedrichsroda  

Gericht soll Enteignung von Schloss Reinhardsbrunn klären

10.08.2018, 14:21 Uhr | dpa

Gericht soll Enteignung von Schloss Reinhardsbrunn klären. Schloss Reinhardsbrunn

Das neogotische Schloss Reinhardsbrunn war seit der Wende dem Verfall preisgegeben. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv (Quelle: dpa)

Die Enteignung des verfallenden Schlosses Reinhardsbrunn im Thüringer Wald wird voraussichtlich ein Fall für die Justiz. Der Anwalt eines am Verfahren Beteiligten habe einen Antrag auf gerichtliche Entscheidung über den Enteignungsbeschluss gestellt, sagte eine Sprecherin der Staatskanzlei am Freitag auf Anfrage. Der Antrag ging in dieser Woche beim Landesverwaltungsamt in Weimar ein, wie dessen Sprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte. Diese Behörde hatte am 10. Juli auf eine Enteignung der bisherigen Schlossbesitzer zugunsten des Landes entschieden.

Der Antrag sei zwei Tage vor Ablauf der Frist zur Stellungnahme gestellt worden, hieß es vom Landesverwaltungsamt. Zuständig für die gerichtliche Klärung ist demnach das Landgericht Meiningen. Es hat eine auf Bodenstreitigkeiten spezialisierte Zivilkammer, an die die Angelegenheit weitergeleitet wird. Um welchen Verfahrensbeteiligten es sich handelt, wurde zunächst nicht bekannt.

Die Firma Bob Consult - zuletzt mit Adresse in Hamburg - hatte das Schloss verfallen lassen und es jahrelang der staatlichen Notsicherung überlassen. Im Februar 2017 startete Thüringen das Enteignungsverfahren. Die Enteignung zur Rettung des historischen Ensembles gilt als Präzedenzfall im Denkmalschutz in Deutschland. Der Enteignungsbescheid sieht vor, dass das Land Eigentümer der Park- und Schlossanlage im Kreis Gotha wird.

Schloss Reinhardsbrunn war 1827 auf der Ruine des Hausklosters der Thüringer Landgrafen errichtet worden. Es wurde viele Jahre als Hotel genutzt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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