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Steuerzahlerbund: Gießwasserkosten geltend machen

Düsseldorf  

Steuerzahlerbund: Gießwasserkosten geltend machen

15.08.2018, 13:02 Uhr | dpa

Steuerzahlerbund: Gießwasserkosten geltend machen. Sonnenuntergang

Die Silhouetten von Passanten zeichnen sich vor der untergehenden Sonne ab. Foto: Julian Stratenschulte/Archiv (Quelle: dpa)

Außerordentliche Gießwasserkosten im Supersommer 2018 können laut Bund der Steuerzahler die Abwassergebühren mindern, wenn der Aufwand plausibel belegt wird. Das ergebe sich aus der Rechtsprechung des Oberverwaltungsgerichts Nordrhein-Westfalen, sagte der Landesvorsitzende des Bunds, Heinz Wirz, am Mittwoch in Düsseldorf.

Wenn die Extra-Kosten mit einem Wasserzähler am Gartensprenger belegt werden können, müsse die Menge abgezogen werden, die zum Bewässern oder Befüllen von Plantschbecken genutzt worden sei. Schließlich sei dieses Wasser nicht in die Kanalisation gelangt. Manche Kommunen akzeptierten aber auch einen Plausibilitätsnachweis, der sich aus dem Vergleich mit Gebührenabrechungen aus dem Vorjahr ergebe. Der Steuerzahlerbund forderte alle Kommunen auf, diese sogenannten Schwundmengen bei der Abwassergebühr unbürokratisch anzurechnen.

Der jährliche Vergleich der Abwasser- und Abfallgebühren zeigt auch im laufenden Jahr wieder eine außerordentlich hohe Spanne mit den "üblichen Verdächtigen". Teuerste NRW-Kommune bei der Abwassergebühr bleibt mit rund 1269 Euro pro Jahr Neunkirchen-Seelscheid im Rhein-Sieg-Kreis. Hier ist die Entsorgung fünf Mal teurer als im münsterländischen Reken.

Beim Abfall bleibt Münster der Tabelle zufolge mit 564 Euro Jahresgebühr für die 14-tägige Leerung von 120-Liter-Tonnen Rest- und Biomüll teureste Kommune. Die Gemeinde Dahlem im Kreis Euskirchen nimmt weiterhin mehr als viermal weniger (122,63 Euro). Der Verband kommunaler Unternehmen hält die Zahlen für nicht vergleichbar.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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