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Verteidigung: kein Mordversuch bei Anschlag auf Moschee

Dresden  

Verteidigung: kein Mordversuch bei Anschlag auf Moschee

17.08.2018, 13:37 Uhr | dpa

Verteidigung: kein Mordversuch bei Anschlag auf Moschee. Eine Bronzestatue der Justitia

Eine Bronzestatue der Justitia steht in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv (Quelle: dpa)

Im Prozess um den Anschlag auf eine Dresdner Moschee im Herbst 2016 hat die Verteidigung auf viereinhalb Jahre Haft wegen Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion und versuchter schwerer Brandstiftung plädiert. Der Vorwurf des versuchten Mordes sei nicht haltbar, ein Tötungsvorsatz nicht zweifelsfrei erwiesen, sagte Rechtsanwalt Jörg Elbs am Freitag im Landgericht. Sein Mandant sei davon ausgegangen, dass das Gebäude leer ist und nicht gewollt, dass jemand zu Schaden komme. Elbs kritisierte Ermittlungspannen und sprach von Beweis-Manipulation. Die Kammer müsse angesichts dieses "rechtsstaatlichen Versagens" vom Zweifelsgrundsatz ausgehen.

Der angeklagte Monteur hatte vor Gericht eingeräumt, Spreng- und Brandsätze an der Fatih Camii Moschee und am Kongresszentrum am 26. September 2016 gezündet zu haben. Die Generalstaatsanwaltschaft geht von Ausländer- und Islamfeindlichkeit als Motiv aus und fordert zehn Jahre und neun Monate Freiheitsstrafe. Die Anschläge hatten kurz vor der zentralen Feier zum Tag der Deutschen Einheit bundesweit für Entsetzen gesorgt. Die Familie des Imam kam mit dem Schrecken davon.

Der Imam, seine Frau und seine beiden Kinder würden das Geschehene nie vergessen können, sagte eine der beiden Nebenklage-Vertreterinnen. Es sei ein Anschlag auf Muslime und die parlamentarische Demokratie gewesen, der Angeklagte fremdenfeindlich und ein Rechtsextremer. Der 31-Jährige hat am 24. August das letzte Wort, das Urteil soll dann am 31. August verkündet werden.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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