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Gutes Jahr für den gefährdeten Wespenbussard

Darmstadt  

Gutes Jahr für den gefährdeten Wespenbussard

25.08.2018, 09:53 Uhr | dpa

Gutes Jahr für den gefährdeten Wespenbussard. Wespenbussard

Ein Wespenbussard fliegt vor blauem Himmel. Foto: Christian Gelpke/Archiv (Quelle: dpa)

Das für Menschen unangenehm gute Wespen-Jahr nutzt einer als gefährdet eingestuften Greifvogelart. Der Wespenbussard ernährt sich und seine Jungen vor allem von der Brut der stechenden Insekten. "Sie graben ganze Nester aus und nehmen die Waben mit 100 bis 200 Larven mit", sagte Stefan Stübing von der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz der dpa in Darmstadt. Der Zugvogel lege maximal zwei Eier im Jahr, aber längst nicht immer gelinge es ihm, auch zwei Junge groß zu ziehen. In diesem Jahr stünden die Chancen dafür gut.

Etwa 4300 bis 6000 Paare der in der roten Liste als gefährdet eingestuften Wespenbussarde gebe es in Deutschland. Davon ungefähr 500 bis 600 Paare in Hessen.

Der Pernis apivorus werde auch mit einem Nest von mehr als tausend Wespen fertig. Sein besonders dichtes Federkleid und Hornplatten an den Beinen und Krallen schützten ihn. "Wenn es keine Wespen gibt, leben sie von Reptilien, Eidechsen und Fröschen, aber auch von Zwetschgen und Mirabellen", sagte Stübing.

Der Zugvogel kommt erst im Mai aus Afrika zurück, wenn Amseln und andere kleinere Vögel ihre Brut schon hinter sich haben. Er warte dann an Hecken und Waldrändern, bis eine Wespe vorbeikomme, verfolge sie und merke sich die Lage ihres Nestes. Die Wespenbussard-Jungen schlüpfen erst im Juli, wenn der Nachwuchs anderer Greifvögel schon flügge ist, und die Wespennester groß genug sind, um die Ernährung der Jungen sicherzustellen. Die ein bis zwei Jungen werden Mitte bis Ende August flügge. Da dann auch die Zeit der Wespen zu Ende geht, machen sich die Vögel auf den Weg nach Afrika.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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