Sie sind hier: Home > Regional >

Angriff auf Club: Abschiebungen werden geprüft

Frankfurt (Oder)  

Angriff auf Club: Abschiebungen werden geprüft

03.09.2018, 11:36 Uhr | dpa

Zur Aufklärung der gewalttätigen Angriffe in und vor einem Club in Frankfurt (Oder) hat die Polizei eine Sonderkommission eingesetzt. Außerdem erwägt Oberbürgermeister René Wilke (Die Linke), kriminell gewordene Flüchtlinge auszuweisen. Das geht aus einem Bericht der in Berlin erscheinenden "B.Z." hervor. "Ich warte nicht bis zum ersten Toten", zitiert das Blatt den Linke-Politiker. Zuerst hatte die "Märkische Oderzeitung" über die Maßnahme berichtet. Das brandenburgische Innenministerium bot dazu am Montag seine Unterstützung an.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) hatte eine 10- bis 15-köpfige Gruppe vor gut einer Woche den Club mit Eisenstangen, Messern und Steinen angegriffen. Zuvor war ein Streit zwischen zwei syrischen Flüchtlingen (22/20) und einem Deutschen eskaliert.

Einer der beiden verdächtigen Haupttäter, der 20-Jährige, sitzt in Untersuchungshaft - allerdings wegen eines früheren Delikts, sagte der Sprecher der Staatsanwalt, Ulrich Scherding, am Montag. Auch gegen einen zweiten Tatverdächtigen werde ermittelt.

Die beiden Männer hätten nach Zeugenaussagen gerufen "Wir bringen euch um!" und telefonisch Verstärkung geholt. In der Folge habe eine 10- bis 15-köpfige Gruppe den Club und die Gäste mit Eisenstangen, Messern und Steinen attackiert. Dabei sei laut Zeugen auch ""Allahu Akbar" (Allah ist groß) gerufen worden, sagte der Behördensprecher.

Ein Passant erlitt demnach eine Schnittwunde, ein weiterer wurde von einem Stein getroffen. Zuvor hatte Scherding die Abläufe in der rbb-Sendung "Brandenburg aktuell" (Sonntag) geschildert.

Die Angreifer konnten zunächst unerkannt entkommen, die Hauptverdächtigen wurden erst einen Tag später gefasst. Als sie ihren Kontrahenten aus der Diskothek in der Innenstadt wiedererkannten, gingen sie gemeinsam mit ihren Begleitern erneut auf den Mann los. Die alarmierten Beamten nahmen die beiden Männer daraufhin fest.

Gegen einen der beiden wurde Haftbefehl erlassen. Er soll Anfang August einen Mann mit einem Baseballschläger angegriffen haben.

Oberbürgermeister Wilke will nach diesem Vorfall die Ausweisung von etwa 20 polizeibekannten Syrern prüfen.Das brandenburgische Innenministerium bot dem Linke-Politiker seine Hilfe an. "Wir werden die Stadt beraten", sagte Ministeriumssprecher Ingo Decker am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Das Ministerium werde relevante Urteile und Informationen dazu übermitteln.

Decker nannte es ein "nachvollziehbares Anliegen", etwas gegen Leute tun zu wollen, "die Schutz suchen, aber Straftaten begehen".

Wie Scherding berichtete, gibt es eine 15- bis 20-köpfige Gruppe von syrischen Flüchtlingen, die immer wieder Straftaten begehe. Sie stehe bei der Staatsanwaltschaft unter besonderer Beobachtung. Gegen einen Mann aus der Gruppe sei bereits Anklage wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz erhoben worden, sagte Scherding. Weitere Anklagen gegen Angehörige der Gruppe würden geprüft.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal