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Betreuung kranker Kinder häufiger Männersache

Schwerin  

Betreuung kranker Kinder häufiger Männersache

05.09.2018, 14:40 Uhr | dpa

Betreuung kranker Kinder häufiger Männersache. Vater und Kind

Ein Vater geht mit seinem Sohn spazieren. Foto: Monika Skolimowska/Archiv (Quelle: dpa)

Immer mehr Männer übernehmen die Betreuung ihrer kranken Kinder. Jeder fünfte Vater kümmert sich in Mecklenburg-Vorpommern um den kranken Nachwuchs, wie die Kaufmännische Krankenkasse (KKH) am Mittwoch mitteilte. Wie eine Auswertung der KKH-Versichertendaten im Nordosten ergab, nahmen im vergangenen Jahr zu 20 Prozent die berufstätigen Väter tageweise frei, um ein erkranktes Kind zu betreuen. 2015 betrug der Anteil noch 19 Prozent, 2007 nur elf Prozent. "Auch wenn die Versorgung kranker Kinder in Mecklenburg-Vorpommern zu 80 Prozent immer noch Frauensache ist, zeigt diese Entwicklung, dass sich das Rollenverständnis zunehmend wandelt", sagte ein KKH-Sprecher in Schwerin.

Im bundesweiten Vergleich rangiere das Land damit im Mittelfeld. Spitzenreiter sind Thüringens Männer mit einem Anteil von 24 Prozent, gefolgt von Berlin, Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt mit jeweils 22 Prozent. Auf den letzten Platz kommen mit je 17 Prozent Anteil die Väter aus Bayern und Nordrhein-Westfalen. Offenbar gebe es in Thüringen immer mehr moderne, familienfreundliche Unternehmen, in denen sich Väter im Krankheitsfall ihres Kindes frei nehmen können.

Wenn ein Kind erkrankt, können sich Mütter und Väter jeweils bis zu zehn Tage unentgeltlich von der Arbeit befreien lassen. Dafür erhalten sie von den gesetzlichen Krankenkassen Kinderkrankengeld, sofern das Kind unter zwölf Jahre alt ist und der Arzt eine Erkrankung sowie die notwendige Betreuung bescheinigt. 2017 beantragten bei der KKH in Mecklenburg-Vorpommern rund 11 400 Eltern Kinderkrankengeld, darunter knapp 2300 Väter.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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