Sie sind hier: Home > Regional >

Über 500 000 Beschäftigte können nicht lesen und schreiben

München  

Über 500 000 Beschäftigte können nicht lesen und schreiben

07.09.2018, 13:24 Uhr | dpa

Über 500 000 Beschäftigte können nicht lesen und schreiben. Funktionale Analphabeten

Mit Buchstaben bedruckte Holzwürfel liegen so nebeneinander, dass sie das Wort "Lesen" ergeben. Foto: Uwe Anspach dpa/Archiv (Quelle: dpa)

Mehr als eine halbe Million berufstätige Bayern können dem Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zufolge nicht richtig lesen und schreiben. Die meisten dieser sogenannten funktionalen Analphabeten würden das jedoch aus Sorge um ihren Arbeitsplatz oder Angst vor Ausgrenzungen verbergen, teilte der DGB Bayern am Freitag in München mit - mit Blick auf den Weltalphabetisierungstag an diesem Samstag (8. September). Die rechnerisch ermittelten Zahlen basieren auf einer Studie der Uni Hamburg aus dem Jahr 2011, der sogenannten Level-One-Studie (Leo).

Demzufolge haben 14,5 Prozent der deutschsprachigen Erwachsenen Schwierigkeiten, ganze Sätze zu lesen und zu schreiben. Der Großteil von ihnen sei weder lernbehindert noch schlecht integriert, sagte DGB-Regionalkoordinatorin Renate Schiefer am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Mehr als die Hälfte von ihnen habe auch Arbeit. In den meisten Fällen werde das schlicht sozial vererbt. "Oft kann auch mindestens ein Elternteil nicht gut lesen und schreiben."

Der DGB appellierte deshalb an Unternehmen, nicht nur bereits gut ausgebildeten Angestellten Weiterbildungs- und Qualifizierungskurse anzubieten, sondern auch die Grundbildung im Betrieb zu ermöglichen. "Hierzu gehört vor allem eine nachhaltige Lösung der Alphabetisierungsfrage", sagte Bayerns DGB-Chef Matthias Jena dazu.

Der DGB Bayern unterstützt seit 2012 mit dem Projekt Mento erwachsene Beschäftigte, die ihre Grundbildung nachholen oder auffrischen und richtig lesen und schreiben lernen wollen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal