Malchin

Forscher untersuchen 10 000 Jahre alten Dachsbau

12.09.2018, 08:28 Uhr | dpa

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Naturwissenschaftler aus Berlin erforschen derzeit an einem uralten Dachsbau in der Mecklenburgischen Schweiz, wie sich die Tier- und Pflanzenwelt seit der letzten Eiszeit verändert hat. Das rund 10 000 Jahre alte Höhlensystem bei Malchin war 1968 entdeckt und untersucht worden, durchgehend "bewohnt" und wurde nun noch einmal geöffnet, wie Johannes Müller vom Berliner Museum für Naturkunde am Mittwoch sagte. Jetzt stünden modernere Methoden zur Untersuchung der Knochen und Sedimentschichten zur Verfügung. Die Erforschung wird an diesem Samstag mit einer Geotop-Führung abgeschlossen.

Der riesige Bau zähle zu den reichsten Fundstellen Europas. "Wir erhoffen uns Hinweise, wie schnell sich Ökosysteme und Tierwelt ändern können", sagte Müller. So gebe es Knochen und Reste von Lemmingen, die nur in kalten Regionen leben, und von Äskulapschlangen. In Deutschland habe sich das Eis vor 20 000 Jahren zurückgezogen. Dann kamen bei Malchin die Dachse zurück, und vor 5000 Jahren habe es auch eine "Warmzeit" gegeben, in der Wein angebaut wurde und es Äskulapschlangen gab.

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