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Jüdischer Restaurant-Besitzer fordert "Gesicht zeigen"

Chemnitz  

Jüdischer Restaurant-Besitzer fordert "Gesicht zeigen"

12.09.2018, 13:14 Uhr | dpa

Jüdischer Restaurant-Besitzer fordert "Gesicht zeigen". Uwe Dziuballa in seinem Restaurant

Uwe Dziuballa, Eigentümer des Restaurants "Schalom", steht vor einem Wandbild in seinem Restaurant in Chemnitz. Foto: Hendrik Schmidt (Quelle: dpa)

Der Inhaber des jüdischen Restaurants in Chemnitz, das vor gut zwei Wochen von Vermummten attackiert wurde, hat die Politik zu mehr öffentlichem Einsatz aufgefordert. Politiker würden ständig sagen, die Menschen müssten mehr Gesicht zeigen, sagte Uwe Dziuballa am Mittwoch bei einem Treffen mit Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD). "Ich würde mir eher wünschen, dass auch politisch Verantwortliche Gesicht zeigen", erklärte der 53-Jährige.

Er fühle, dass viele Bürger jeden Tag Gesicht zeigten mit ihrem Engagement in den Vereinen. Dies seien alles Leute, die Gesicht zeigten und an der Vielfalt der Gesellschaft arbeiteten. "Die müssen weiterhin gestärkt werden. Die müssen wirklich das Gefühl haben, dass sie Teil der Gesellschaft sind", sagte Dziuballa.

Köpping erklärte, dass sie den Gastronom bei Projekten seines Vereins Schalom e.V. unterstützen wolle. "Wir brauchen die, die für unsere Demokratie einstehen", sagte sie. Zugleich gab sie zu: "Antisemitismus ist ein wachsendes Problem." Die SPD-Politikerin kündigte an, dass es im kommenden Jahr im Rahmen des Programms "Weltoffenes Sachsen" eine Kampagne gegen Antisemitismus geben soll.

Das koschere Restaurant war am 27. August im Zusammenhang mit einer rechten Demonstration von mehreren Personen mit Steinen, Flaschen und Eisenstangen angegriffen worden. Dziuballa wurde durch einen Steinwurf an der Schulter verletzt. Am Restaurant wurde unter anderem eine Scheibe zerstört. Die Ermittlungen zu dem Vorfall, bei dem Dziuballa den Ruf "Judensau, hau ab aus Deutschland!" meint gehört zu haben, dauern an.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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