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Toter ohne Wissen der Angehörigen beerdigt

Hamburg  

Toter ohne Wissen der Angehörigen beerdigt

19.09.2018, 12:40 Uhr | dpa

Toter ohne Wissen der Angehörigen beerdigt. Polizei-Westen

In Polizei-Westen gekleidete Polizisten. Foto: Silas Stein/Archiv (Quelle: dpa)

Infolge eines Kommunikationsfehlers bei der Hamburger Polizei ist ein Taxifahrer, der eines natürlichen Todes gestorben war, ohne Wissen der Angehörigen in Hamburg-Öjendorf bestattet worden. Tochter und Sohn des 1963 geborenen Mannes erfuhren erst mit gut dreimonatiger Verzögerung vom Tod des Vaters, wie das "Hamburg Journal" des NDR Fernsehens am Dienstag berichtete. Da hatte das Bezirksamt Hamburg-Eimsbüttel den Toten bereits einäschern und beisetzen lassen.

Der Pinneberger Taxifahrer war laut NDR am 4. Mai 2017 am Steuer seines Wagens in Hamburg-Hummelsbüttel gestorben. Das zuständige Polizeikommissariat teilte dem Landeskriminalamt mit, die Angehörigen in Pinneberg seien verständigt worden. Doch die wussten von nichts. Der Sohn versuchte in Hamburg vergeblich eine Vermisstenanzeige aufzugeben. Erst als ein Freund des Verstorbenen in einem Brief an die Pinneberger Kriminalpolizei ein Gewaltverbrechen vermutete, wurden die dortigen Beamten aktiv und konnten das Schicksal des Mannes am 23. August 2017 klären.

Ein Sprecher der Hamburger Polizei sagte am Mittwoch, es sei ein menschlicher Fehler gemacht worden. Ein Sachbearbeiter oder eine Sachbearbeiterin bei der Schutzpolizei habe der LKA-Abteilung für Todesermittlungen fälschlicherweise mitgeteilt, dass die Angehörigen verständigt worden seinen. Diese Angabe sei nicht überprüft worden. "Das bedauern wir", sagte der Sprecher. Eine Vermisstenanzeige habe die Polizei nicht aufnehmen können, weil der Sohn keine Lebensgefahr für seinen Vater begründen konnte. Nur in solchen Fällen könne die Polizei nach Erwachsenen suchen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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