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Mutmaßlichen Syrien-Kriegsverbrecher: Höchststrafe beantragt

Düsseldorf  

Mutmaßlichen Syrien-Kriegsverbrecher: Höchststrafe beantragt

20.09.2018, 15:31 Uhr | dpa

Mutmaßlichen Syrien-Kriegsverbrecher: Höchststrafe beantragt. Oberlandesgericht Düsseldorf

Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf: Das Wort "Oberlandesgericht" ist am Eingang in Stein gemeißelt. Foto: Roland Weihrauch/Archiv (Quelle: dpa)

Die Bundesanwaltschaft hat gegen einen mutmaßlichen syrischen Kriegsverbrecher lebenslange Haft und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld beantragt. Das hat ein Sprecher des Düsseldorfer Oberlandesgerichts am Donnerstag auf Anfrage mitgeteilt.

Laut Bundesanwaltschaft hatte der Angeklagte als Chef einer Stadtteilmiliz in Aleppo während des Syrienkriegs monatelang eine grausame Schreckensherrschaft ausgeübt. Dabei waren den Ermittlungen zufolge Gefangene entführt und zu Tode gefoltert worden. Später soll er sich abgesetzt und in Deutschland als Flüchtling Asyl beantragt haben.

Ein überlebendes Folteropfer hatte seinen mutmaßlichen Peiniger in Münster wiedererkannt und ihn angezeigt. Im April 2016 hatte eine Spezialeinheit den Verdächtigen in Münster festgenommen.

Die Verteidigung stellte keinen konkreten Strafantrag. Das Urteil soll am kommenden Montag verkündet werden. Der Prozess gegen den 43-Jährigen hatte im Mai 2017 begonnen. Sein Unwesen soll er unter dem Kampfnamen "Abu Dhib" ("Vater des Wolfes") getrieben haben. Dabei sei auch ein klappbarer Foltertisch zum Einsatz gekommen, der "Fliegender Teppich" genannt worden sei.

Der Angeklagte und seine mindestens 150 Milizionäre der "Ghoraba-as-Sham" ("Die Fremden von Syrien") sollen sich auch durch Plünderungen bereichert haben. Die Anklage legt ihm Kriegsverbrechen nach dem Völkerstrafrecht und erpresserischen Menschenraub zur Last.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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