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Sommer sagt Servus: Optimismus zur Wiesn

München  

Sommer sagt Servus: Optimismus zur Wiesn

20.09.2018, 16:44 Uhr | dpa

Sommer sagt Servus: Optimismus zur Wiesn. Fahrgeschäft "Chaos Pendel"

Journalisten fahren bei einem Presserundgang im Vorfeld vom 185. Oktoberfest mit dem Fahrgeschäft "Chaos Pendel". Foto: Lino Mirgeler (Quelle: dpa)

Ein superheißer Sommer, ein goldener Herbst - Festleitung, Wirte und Schausteller in München träumten schon von 16 sonnigen Oktoberfesttagen. Nun könnte es anders kommen. Trotzdem blicken Festleitung, Wirte und Schausteller dem Fest mit Optimismus entgegen. "Wir haben einen guten Draht zum Petrus", sagte der Wiesnchef und zweite Münchner Bürgermeister Josef Schmid (CSU) am Donnerstag. "Beim Wetter ist es wie bei Wahlen und bei Fußballspielen: Tipps und Prognosen unterliegen immer der Unsicherheit." Er hoffe auf gutes Wetter - und eine friedliche Wiesn.

Beim Rundgang zwei Tage vor dem Anstich des ersten Bierfasses herrschte hochsommerliches Wetter mit strahlend blauem Himmel - ausgerechnet an diesem Samstag, wenn Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das erste Fass anzapft, soll es kühler werden. Dann folgt laut Deutschem Wetterdienst eine Kaltfront. "Zum Wiesnstart ist es mit dem Sommerwetter endgültig vorbei, wir erwarten maximal 19 Grad", sagte der Leiter der regionalen Wetterberatung des Deutschen Wetterdienstes, Guido Wolf. Morgens, wenn die Leute zur Wiesn strömen, soll es nur 10 Grad haben. Am Sonntag und Montag kann es regnen, danach wird es mit 13 Grad kühl.

Die Wirte bleiben dennoch zuversichtlich. Allzu warmes Wetter sei auch nicht gut, sagte Wirtesprecher Peter Inselkammer. Er und seine Kollegen rechnen nach zwei verhaltenen Jahren mit mehr Andrang. "Es gibt eine sehr gute Nachfrage bei den Reservierungen." Gut sechs Millionen Besucher erwarten Wirte und Festleitung, etwa so viele wie im Vorjahr - obwohl die Wiesn dieses Jahr zwei Tage kürzer ist.

Terrorsorgen und verschärfte Sicherheitsvorkehrungen hatten vor allem 2016 die Lust auf das Fest gemindert. Inzwischen haben sich die Gäste an das Verbot großer Taschen, die Einlasskontrollen und die Umzäunung des Geländes gewöhnt. Der mobile Zaun, vor zwei Jahren für 64 000 Euro inklusive Aufbaukosten angeschafft, soll wieder verkauft werden. Stattdessen tut es nun ein Bauzaun mit extra Notfall-Ausgängen - deutlich preiswerter. Die Wirte begrüßen das. Denn sie tragen über die Umsatzpacht die Kosten für die Sicherheit - ein Grund für den mit 55 Cent ungewöhnlich hohen Anstieg des Bierpreises. Die Maß kostet dieses Jahr damit bis zu 11,50 Euro.

Mehrere neue Fahrgeschäfte locken heuer, darunter das "Chaos Pendel", bei dem die Gäste ähnliche Belastungen des Körpers wie bei Raumflügen austesten können. Mit dem 4,5-Fachen des eigenen Gewichts wird man in die Sitze gedrückt, wenn das Pendel schwingt - eher etwas für jüngere Leute und Astronauten in spe, sagte Schmid, aber "too much for me".

Premiere feiert das Fahrgeschäft "Predator", benannt nach dem US-Science-Fiction-Film. Die Fahrgäste hängen überkopf in den Sitzen - nichts für volle Mägen. Beim Laufgeschäft Dschungelcamp wiederum erwarten den Gast Prüfungen - aber keine kulinarischen, wie Betreiber Angelo Agtsch verspricht: Spinnen und anderes Getier sind aus Plastik und nicht zum Verzehr. Schmid hielt denn auch mutig den Finger in den Rachen einer Plastikschlange, griff beherzt zur Liane und fasste in ein Loch, aus dem allerdings nur heiße Luft entwich. Ein Besucher vermutete gleich eine versteckte Anspielung auf die Politikerreden zur nahen Landtagswahl.

Doch auch wenn der Wahlkampf in Bayern in der heißen Phase steckt. Die Politik wird draußen bleiben, wenn Ministerpräsident Markus Söder (CSU) - erstmals in der Anzapfboxe dabei - am Samstag die erste Maß von Oberbürgermeister Reiter bekommt, um mit ihm auf eine friedliche Wiesn anzustoßen. Dass nicht Politik gemacht wird, "das ist das Grundprinzip auf der Wiesn", betont Schmid, der selbst bei der Wahl für die CSU in den Landtag einziehen will.

Während auf dem Festgelände Bedienungen ihre Arbeitskluft abholen, Terrinen für die Küchen geliefert werden und teils sogar noch Boden asphaltiert wird, laufen die Wetten, wie viele Schläge Reiter zum Anzapfen brauchen wird. "Ich tippe, dass er es mit zwei Schlägen schafft", sagt Schmid. Reiter habe Routine - und er habe vorher geübt. "Da fehlt sich nix."

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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