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Hertha ohne Jarstein gegen Bayern

Bremen  

Hertha ohne Jarstein gegen Bayern

26.09.2018, 15:24 Uhr | dpa

Hertha ohne Jarstein gegen Bayern. Rune Jarstein

Berlins Torwart Rune Almenning Jarstein gestikuliert. Foto: Swen Pförtner (Quelle: dpa)

Auch am Tag nach der ersten Saisonpleite grübelte Pal Dardai noch über die Gründe. Die Aussicht auf das Jahres-Highlight gegen den FC Bayern aber zauberte dem Hertha-Trainer dann doch wieder ein bisschen Freude ins Gesicht. "Wir haben uns selbst geschlagen mit drei Standardtoren. Ein Lerneffekt - und diesmal richtig schmerzhaft", sagte Dardai am Mittwoch im Rückblick auf das bittere 1:3 bei Werder Bremen. Seit dem 2:3 in der Saison- Vorbereitung beim italienischen Erstligisten Atalanta Bergamo hatte sein Team das Gefühl einer Niederlage nicht mehr erlebt.

Warum seine in den ersten vier Ligaspielen so erfrischend aufspielende Hertha beim fünften Versuch die Linie nicht fand, konnte der Chefcoach nicht so recht beantworten. "Entweder waren wir mental nicht gut vorbereitet, oder es war zu viel Lob. Oder physisch war es nicht in Ordnung", bemerkte der Ungar: Auf jeden Fall habe "etwas gefehlt", um vor dem Freitagspiel in der Fußball-Bundesliga noch der erste Jäger von Rekordmeister Bayern München zu sein. Mit zehn Punkten sind die runderneuerten Berliner zumindest weiter oben dabei.

"Man muss es akzeptieren", sagte Dardai: "Jetzt haben wir vor uns ein Spiel, das man Highlight nennt. Volles Haus im Olympiastadion - wir versuchen, diesen Moment zu genießen."

Der jungen Hertha fehlten in Bremen ein wenig der Mut (Dardai: "Keine hat sich zugetraut, diagonale Bälle zu spielen"), die Abgeklärtheit und auch die Ordnung. "Wir sind mit dem Ball nicht so umgegangen wie in den vergangenen Wochen", bemängelte der Trainer. Zudem gelang es dem erfahrenen Fabian Lustenberger als Ersatz für den verletzten Marko Grujic nicht, das Spiel aus dem defensiven Mittelfeld nach vorn zu tragen. Der Schweizer läutete mit seinem Fehler, als er dem später verletzt weichenden Torhüter Rune Jahrstein den Ball aus der Hand schlug, die erste Saison-Niederlage ein.

"Es tut mir natürlich leid für die Mannschaft und für Rune. Ich wollte aushelfen", bemerkte Lustenberger. "Nach der Pause wollten wir das Spiel drehen und sind ja auch wieder rangekommen. Dass wir dann wieder einen Elfmeter gegen uns bekommen, ist natürlich der Wahnsinn. Ich weiß auch nicht, ob es Pech oder Unvermögen ist. Aber das 1:3 war dann natürlich der Genickbruch." Hertha verursachte den fünften Elfmeter im fünften Spiel in Serie - das gab es in der Bundesliga- Historie noch nie. "Es ist schon ein bisschen verhext, jedes Spiel ein Elfmeter gegen uns und ein verletzter Spieler", sagte Dardai.

Dieses Mal erwischte es Keeper Jarstein, der mit einer Oberschenkelblessur raus musste und nun auch gegen die Bayern nicht spielen kann. "Es war nicht gut, vor dem Spiel in Bremen zu zögern", sagte der Trainer selbstkritisch: "Rune hatte schon im letzten Spiel einen Bluterguss über dem Knie gehabt. Wir haben es gemeinsam verbockt. Rune war blass, unsicher, es gab einen Ultraschall - das sehen auch die anderen Spieler. Das war auch mein Fehler. Da sollte ich eingreifen und sagen: Stopp!" Beim Spiel des Jahres gegen München wird nun der Ex-Bayer Thomas Kraft im Hertha-Tor stehen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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