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Bauernpräsident sorgt sich um schnelle Netze auf dem Land

Stuttgart  

Bauernpräsident sorgt sich um schnelle Netze auf dem Land

27.09.2018, 02:15 Uhr | dpa

Bauernpräsident sorgt sich um schnelle Netze auf dem Land. Kuh

Eine Kuh blickt in die Kamera. Foto: Sebastian Kahnert/Archiv (Quelle: dpa)

Landesbauernpräsident Joachim Rukwied sorgt sich um den Ausbau von Mobilfunk und Breitbandleitungen im ländlichen Raum. "Das dauert zu lang und es stehen zu wenig Mittel zur Verfügung", sagte Rukwied am Donnerstag bei einer Pressekonferenz im Vorfeld des Landwirtschaftlichen Hauptfests (29. September bis 7. Oktober) in Stuttgart. Das Landwirtschaftliche Hauptfest ist eine Agrarfachmesse parallel zum Cannstatter Wasen. Deutschland sei, was die Erschließung im ländlichen Raum angehe, im Vergleich zu anderen Ländern weit abgeschlagen.

Der Breitbandatlas der Bundesregierung zeigt, dass es vor allem im ländlichen Raum auch in Baden-Württemberg immer noch Nachholbedarf gibt. Breitbandausbau ist Sache der Telekommunikationsunternehmen. Nur wo die privaten Telekommunikationsanbieter nicht investieren, kommt der kommunale Breitbandausbau mit staatlicher Hilfe ins Spiel. Die Landesregierung gab dafür in dieser Legislaturperiode rund eine halbe Milliarde Euro. Das sei zu wenig, kritisierte Rukwied. Digitalisierung in der Landwirtschaft sei notwendig, um langfristig noch nachhaltiger wirtschaften zu können.

Digitale Technik hält längst in der Landwirtschaft Einzug. Sei es, dass Melkroboter eingesetzt werden oder mit Hilfe von Chips Milchqualität und die Gesundheit von Tieren automatisch überwacht wird oder dass landwirtschaftliche Maschinen über GPS gesteuert werden. Auf dem Landwirtschaftlichen Hauptfest werden unter anderem neueste Technologien gezeigt, darunter ein moderner Milchviehstall mit Melkroboter und Ortungssysteme für Kühe. Damit können Landwirte immer genau kontrollieren, wo sich welche Kuh befindet. Auch die monatliche Milchleistungskontrolle des einzelnen Tiers, wo Menge und Qualität der Milch überprüft werden, läuft längst digital.

Für diese Systeme brauche es ein gutes Mobilfunknetz und schnelle Datenleitungen, sagte auch Hans-Jörg Nussbaum vom Landwirtschaftlichen Zentrum Baden-Württemberg. Viele Systeme liefen über Fernwartung, außerdem müssten Daten an Molkereien oder Tierärzte übermittelt werden. "Und die Datenmengen werden größer", so Nussbaum.

Die Staatssekretärin des Ministeriums für den Ländlichen Raum Friedlinde Gurr-Hirsch (CDU) sieht Probleme vor allem in der Koordination vor Ort. Bislang kommt der Breitbandausbau in den einzelnen Landkreisen sehr unterschiedlich voran. Sie sehe dort einen großen Koordinierungsbedarf, so Gurr-Hirsch.

Das Landwirtschaftliche Hauptfest öffnet am Samstag seine Pforten, es findet alle vier Jahre parallel zum "Cannstatter Wasen" statt - in diesem Jahr zum 100. Mal. Es wurde vor 200 Jahren von König Wilhelm I. von Württemberg nach Zeiten von Missernten und Hunger ins Leben gerufen. Die Veranstalter rechnen in diesem Jahr mit mehr als 200 000 Besuchern. Den Rekord von 244 000 Besuchern im Jahr 1995 werde man aber wohl nicht knacken.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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