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Haseloff in Köthen: "Lassen uns nicht destabilisieren"

Köthen (Anhalt)  

Haseloff in Köthen: "Lassen uns nicht destabilisieren"

29.09.2018, 13:48 Uhr | dpa

Musik und Geselligkeit: Köthen hat am Samstag kurzfristig ein Bürgerfest gefeiert. Zu der Veranstaltung hatte die Initiative "#wirwollendasselbe - Ein Friedliches Köthen" in und vor den Tierpark eingeladen, auch Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und Wissenschaftsminister Armin Willingmann (SPD) waren dabei.

Das Fest war erst am Samstag auf die Beine gestellt worden, nachdem das Oberverwaltungsgericht Magdeburg am späten Freitagabend ein Urteil bestätigt hatte, wonach ein geplanter Hochschul-Aktionstag "zeitlich und räumlich" von einer Versammlung der rechten Szene zu trennen sei. Beide Veranstalter hatten den Köthener Marktplatz als Ort angemeldet - die rechten Veranstalter allerdings früher und damit mit Vorrang auf die Örtlichkeit. Der SPD-Ortsverein und die Hochschule Anhalt hatten daraufhin ihren Aktionstag "Weltoffene Hochschule" für Samstag abgesagt.

"Die Gerichte haben das in der zeitlichen Abfolge anders gesehen, als wir uns das gewünscht haben. Aber davon lassen wir uns nicht destabilisieren", sagte Haseloff zu Beginn des Festes. "Wir sind die Köthener. Wir feiern. Das ist unser Zeichen." Zur Kürze, in dem das Fest realisiert wurde, sagte Köthens Oberbürgermeister Bernd Hauschild (SPD): "Die Idee kam aus der Bürgerschaft. Wir können nicht einfach stillhalten, wenn andere Köthen erobern."

Köthen kommt seit drei Wochen nicht zur Ruhe. Anlass ist der Tod eines jungen Kötheners in der Nacht zum 9. September. Nach Behördenangaben starb der schwer herzkranke 22-Jährige an einem Infarkt, nachdem er einen Streit zwischen Afghanen schlichten wollte und ins Gesicht geschlagen wurde. Zwei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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