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Willingmann: "Dürfen uns die Stadt nicht wegnehmen lassen"

Köthen (Anhalt)  

Willingmann: "Dürfen uns die Stadt nicht wegnehmen lassen"

29.09.2018, 15:00 Uhr | dpa

Willingmann: "Dürfen uns die Stadt nicht wegnehmen lassen". Armin Willingmann (SPD)

Armin Willingmann (SPD), Minister für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt. Foto: Hendrik Schmidt/Archiv (Quelle: dpa)

Wissenschafts- und Wirtschaftsminister Armin Willingmann (SPD) hat von den Menschen im Land klare Signale gegen Fremdenfeindlichkeit und mehr Weltoffenheit gefordert. "Es darf nicht ein Signal von Sachsen-Anhalt ausgehen, das lautet: Wir haben es irgendwie schwer mit dem Fremden", sagte er am Samstag während eines Bürgerfestes in Köthen. "Das Gegenteil ist doch der Fall." Es könne nicht sein, dass ausländische Kommilitonen und Kommilitoninnen Angst haben. Ein Viertel der fast 8000 Studenten der Hochschule Anhalt mit Sitz in Köthen kommen laut Willingmann aus dem Ausland. Köthen sei ein "Leuchtturm". "Wir dürfen uns die Stadt nicht wegnehmen lassen."

Zu dem Bürgerfest hatte die Initiative "#wirwollendasselbe - Ein Friedliches Köthen" in und vor den Tierpark eingeladen. Das Fest war erst am Samstag auf die Beine gestellt worden, nachdem das Oberverwaltungsgericht Magdeburg am späten Freitagabend ein Urteil bestätigt hatte, wonach ein geplanter Hochschul-Aktionstag "zeitlich und räumlich" von einer Versammlung der rechten Szene zu trennen sei. Beide Veranstalter hatten den Köthener Marktplatz als Ort angemeldet - die rechten Veranstalter allerdings früher und damit mit Vorrang auf die Örtlichkeit. Der SPD-Ortsverein und die Hochschule Anhalt hatten daraufhin ihren Aktionstag "Weltoffene Hochschule" für Samstag abgesagt und wollen ihn nun am 13. Oktober nachholen.

Köthen kommt seit drei Wochen nicht zur Ruhe. Anlass ist der Tod eines Kötheners in der Nacht zum 9. September. Nach Behördenangaben starb der schwer herzkranke 22-Jährige an einem Infarkt, nachdem er einen Streit zwischen Afghanen schlichten wollte und ins Gesicht geschlagen wurde. Zwei Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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