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Kohle-Kraftwerk Jänschwalde nimmt einen Block vom Netz

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Kohle-Kraftwerk Jänschwalde nimmt einen Block vom Netz

30.09.2018, 01:29 Uhr | dpa

Kohle-Kraftwerk Jänschwalde nimmt einen Block vom Netz. Braunkohlekraftwerk Jänschwalde

Der Haupteingang zum Braunkohlekraftwerk Jänschwalde. Foto: Patrick Pleul/Archiv (Quelle: dpa)

Das Braunkohle-Kraftwerk Jänschwalde in Südbrandenburg nimmt heute einen seiner sechs Blöcke vom Netz. Block F wird dann zunächst in Reserve gehalten und vier Jahre danach stillgelegt. Es ist das erste Mal, dass das Lausitzer Revier von der Regelung im Energiewirtschaftsgesetz betroffen ist. Ziel der Sicherheitsbereitschaft und der Stilllegung ist es, die Kohlendioxidemissionen bei der Stromversorgung in Deutschland für den Klimaschutz zu verringern. In einem Jahr soll Block E in Jänschwalde folgen.

Vor der Netztrennung wollen Bergleute und Kraftwerksmitarbeiter in Cottbus vor der Stadthalle protestieren und auf den Wegfall von Hunderten Jobs hinweisen. Auch Politiker werden erwartet, darunter der brandenburgische Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD). Vorab sprach er von einem "Tag, der sehr schmerzt".

Die Bezirksleiterin Cottbus der Industriegewerkschaft IGBCE, Ute Liebsch, betonte: "Dieser direkte Eingriff der Bundespolitik in ein funktionierendes Energieversorgungssystem wird allein bei der Leag 600 Arbeitsplätze im Kraftwerks- und Tagebaubereich kosten. Die Region verliert darüber hinaus etwa 900 weitere Jobs bei mittelständischen Betrieben, die als Zulieferer, Instandhalter und Service-Partner für das Energieunternehmen arbeiten."

Bis zu 12,5 Millionen Tonnen Kohlendioxid sollen durch die Netztrennung von Kraftwerksblöcken bis zum Jahr 2020 in Deutschland eingespart werden. Zum 1. Oktober gehen auch zwei Kraftwerksblöcke in Nordrhein-Westfalen (Niederaußem) in die Reserve. Bereits in der Sicherheitsbereitschaft sind das Kraftwerk Buschhaus in Niedersachsen sowie zwei Blöcke des RWE-Kraftwerks Frimmersdorf.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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