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Für Sicherheit: Chemnitz überwacht Zentrum mit Videokameras

Chemnitz  

Für Sicherheit: Chemnitz überwacht Zentrum mit Videokameras

01.10.2018, 02:01 Uhr | dpa

Für Sicherheit: Chemnitz überwacht Zentrum mit Videokameras. Barbara Ludwig

Barbara Ludwig (SPD) sitzt in einer Pressekonferenz zur Videoüberwachung in der Innenstadt. Foto: Jan Woitas/Archiv (Quelle: dpa)

Für mehr Sicherheit in Chemnitz und vor allem ein größeres Sicherheitsgefühl der Bürger ist am Montag eine großflächige Videoüberwachung in der Innenstadt in Betrieb genommen worden. Nach zweijähriger Planung werden die als Kriminalitätsschwerpunkte bekannten Areale des Zentrums mit zunächst 25 hochauflösenden Kameras beobachtet.

"Die Innenstadt soll ein lebendiger Ort sein. Da gehört Sicherheit dazu", sagte Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) am Montag. Von den Gesamtkosten von 850 000 Euro hat die Stadt mit 420 000 Euro fast die Hälfte übernommen.

Federführend für das gemeinsame Projekt ist die Chemnitzer Verkehrs AG (CVAG), beteiligt sind auch die C³ Chemnitzer Veranstaltungszentren GmbH, die Polizei und die Stadtverwaltung. Insgesamt wird eine Fläche von 35 200 Quadratmetern überwacht. Nur die Polizei wird bei Bedarf Zugriff auf alle Bilder haben. Aufgrund der hohen Qualität seien diese gerichtsverwertbar.

Zunächst sind 25 von 29 Kameras im öffentlichen Bereich in Betrieb genommen worden, vier weitere am Einkaufszentrum Roter Turm sollen im Laufe des Monats Oktober folgen. Zudem wurden zwei Kameras im Mobilitätszentrum der Verkehrsbetriebe installiert. Alle Aufnahmen werden nach Angaben der Stadt nach zehn Tagen gelöscht, wenn die Bilder in diesem Zeitraum nicht zur Verfolgung von Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten benötigt werden.

Die CVAG hält einen Speicherplatz von 400 Terabyte dafür parat. Nach Angaben von David Joram, Geschäftsbereichsleiter Technischer Service bei den Verkehrsbetrieben, betragen die Unterhaltungskosten des Videosystems insgesamt rund 35 000 Euro pro Jahr.

Die Kameras sind mit bis zu acht Objektiven ausgestattet. Bis zu einer Entfernung von 100 Metern ist den Angaben zufolge eine Identifikation von Personen möglich. "Diese hohe Qualität brauchen wir vor Gericht", sagte Polizeioberrat Knut Kunze von der Polizeidirektion Chemnitz. Es werde keine permanente Live-Video-Überwachung geben. Dies sei personell nicht zu leisten. Man werde anlassbezogen live auf die Bilder zugreifen, sagte Kunze.

Für Oberbürgermeisterin Ludwig ist die Videoüberwachung ein Baustein dafür, das geschwundene Sicherheitsempfinden im Stadtzentrum wieder herzustellen. So soll der Stadtordnungsdienst mit Beschluss des kommenden Doppelhaushalts von 22 auf 35 Mitarbeiter aufgestockt werden. Darüber hinaus wurde ein Bürgerbeirat Sicherheit ins Leben gerufen. Die etwa 20 Mitglieder sollten sich am Montagabend erstmals in nichtöffentlicher Sitzung treffen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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