Sie sind hier: Home > Regional >

Poker um documenta-Kunstwerk Obelisk geht weiter

Kassel  

Poker um documenta-Kunstwerk Obelisk geht weiter

01.10.2018, 15:08 Uhr | dpa

Poker um documenta-Kunstwerk Obelisk geht weiter. documenta-Obelisk in Kassel

Das Kunstwerk der documenta 14, ein etwa 16 Meter hoher Obelisk von US-Künstler Olu Oguibe steht auf dem Kasseler Königsplatz. Foto: Swen Pförtner/Archiv (Quelle: dpa)

Trotz ausgelaufener Verträge ist in Kassel keine Entscheidung über den Verbleib des documenta-Kunstwerks Obelisk gefallen. Die Stadt erklärte zwar am Montag, dass "nun die Vorbereitungen für einen möglichen Abbau geprüft und gegebenenfalls eingeleitet werden". Sie ließ aber eine Hintertür für Verhandlungen mit dem Künstler Olu Oguibe offen. Man sei weiter zu Gesprächen bereit, sagte ein Stadtsprecher. Bei dem Konflikt geht es um den Ankauf des Kunstwerks der vergangenen documenta 14.

Stadt und Künstler streiten um den Standort der 16 Meter hohen Säule. Verträge für den bisherigen Standort auf dem Königsplatz waren am Sonntag ausgelaufen. Oguibe will sein Kunstwerk dort belassen, die Stadt lehnt dies ab. Zuletzt hatte Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) dem Künstler erneut Kaufinteresse bekundet und einen alternativen Standort auf Kassels Treppenstraße vorgeschlagen. Den hatte Oguibe bereits vor Wochen abgelehnt.

Der Künstler bekräftigte am Montag, sein Kunstwerk sei für den Königsplatz gemacht. Er sprach in einem Brief von "offensichtlichen Hindernissen", die die Rathausspitze dem Ankauf des Werks in den Weg lege. Von einem Abbruch der Verhandlungen schrieb Oguibe nicht. Er erklärte, er habe den Obelisken der Stadt nur geliehen. Es sei in deren Verantwortung, dass er nicht beschädigt werde. "Wenn die Stadtoberhäupter ihn so lange leihen wollen, bis sie ihre Meinungsverschiedenheiten gelöst haben, können sie das das gerne tun."

In Kassel hatte das Kunstwerk, für zahlreiche Debatten gesorgt. Ums Geld wurde kaum gestritten. Obwohl bei einer Spendensammlung statt 600 000 nur 126 000 Euro für den Ankauf des Kunstwerks zusammengekommen waren, hatte Oguibe den Preis akzeptiert. Die 16 Meter hohe Steinsäule trägt die Aufschrift "Ich war ein Fremdling und ihr habt mich beherbergt".

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal