Sie sind hier: Home > Politik >

Streit um Staatsaufsicht für Türkischunterricht

Stuttgart  

Streit um Staatsaufsicht für Türkischunterricht

11.10.2018, 11:27 Uhr | dpa

Streit um Staatsaufsicht für Türkischunterricht. Landtagssitzung

Abgeordnete des Landtags von Baden-Württemberg sitzen im Plenum. Foto: Sina Schuldt/Archiv (Quelle: dpa)

CDU und Grüne streiten um eine mögliche staatliche Kontrolle des sogenannten Konsulatsunterrichts an Schulen. Die Landtags-Grünen wollen - wie die SPD - den herkunftssprachlichen Unterricht in staatliche Verantwortung überführen. Man wolle nicht, dass ausländische Staaten über Lehrpläne entscheiden, sagte der Grünen-Abgeordnete Daniel Lede Abal am Donnerstag im Landtag. Deshalb brauche es einen Umbau des Unterrichts unter dem Dach der Kultusverwaltung und Einbindung der Lehrer und Eltern.

Die CDU und Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) lehnen das auch aus finanziellen Gründen strikt ab. Die CDU-Abgeordnete Sylvia Felder verteidigte das bestehende Konzept. Man dürfe dem Landeshaushalt nicht ohne Not Kosten aufbürden, die Drittstaaten jetzt von sich aus übernehmen würden. Man investierte die Haushaltsmittel lieber in guten Schulpolitik und Deutschunterricht. Es gebe keinen Anlass für Misstrauen. "Eine Infiltration und Indoktrination werden wir nicht tolerieren."

Auf die Tagesordnung brachte das Thema am Donnerstag die AfD. Sie fordert entgegen der anderen Parteien eine ersatzlose Streichung des Unterrichts, der aus ihrer Sicht verfassungswidrig ist. Man liefere die Kinder damit an den Scheindemokraten Erdogan aus, kritisierte Fraktionschef Bernd Gögel. Der Unterricht führe zu Ausgrenzung.

Der muttersprachliche Unterricht wird von Konsulaten für Kinder und Jugendliche mit ausländischen Wurzeln angeboten und staatlich gefördert. Im laufenden Schuljahr nehmen nach Angaben des Kultusministeriums mehr als 38 000 Schüler daran teil. Die Zahlen sind aber stark rückläufig. Zu den großen Schülergruppen zählen Kinder und Jugendliche mit türkischen Wurzeln. Der Unterricht geht auf eine EU-Richtlinie aus dem Jahr 1977 zurück, um die Kinder von "Gastarbeitern" auf die Rückkehr in ihre Heimat vorzubereiten.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018