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Weiterer Schutzzaun gegen Wölfe auf Eiderstedt

Oldenswort  

Weiterer Schutzzaun gegen Wölfe auf Eiderstedt

11.10.2018, 13:30 Uhr | dpa

Weiterer Schutzzaun gegen Wölfe auf Eiderstedt. Wolf

Ein Wolf (Canis Lupus Lupus), im Gehege des Biotopwildpark Anholter Schweiz. Foto: Bernd Thissen/Archiv (Quelle: dpa)

Insgesamt 43 potenzielle Wolfsrisse sind seit Anfang Mai im Kreis Nordfriesland gemeldet worden. Allein auf der Halbinsel Eiderstedt wurde in 24 Fällen ein Wolf als Verursacher nachgewiesen, wie das Umweltministerium am Donnerstag mitteilte. "Ich nehme die Sorgen und Ängste der Bevölkerung auf Eiderstedt sehr ernst", sagte Minister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Donnerstag in Oldenswort, wo er beim Aufstellen eines weiteren Schutzzaunes für eine Fläche von vier Hektar anpackte.

Bisher wurden auf Eiderstedt 80 Hektar Weidefläche eingezäunt. Die Zäune führen Strom. Lampen mit Lichtsensor beginnen in der Dämmerung zu blinken. Die Kosten für eine Vier-Hektar-Fläche von 1500 Euro trägt das Ministerium. In Schleswig-Holstein sind wiederholt Nutztiere von Wölfen getötet oder verletzt worden, die im vorigen Jahr in der Nähe der dänischen Kleinstadt Ulfborg geboren worden waren. Davon ist besonders Eiderstedt betroffen, wo traditionell eine teilweise zaunfreie Beweidung praktiziert wird. "Mir ist bewusst, dass unser Angebot des Zaunbaus einigen Betroffenen noch nicht weit genug geht", sagte Albrecht. "Weitergehende Maßnahmen wie beispielsweise die Entnahme (das Töten) eines Tieres sind aber aufgrund der derzeitigen EU-Rechtslage nicht einfach so möglich."

Die "dänischen" Wölfe haben sich laut Ministerium offenkundig auf der Suche nach eigenen Territorien und Partnern von ihrem Heimatrudel getrennt. Offiziell wird der hiesige Wolfsbestand noch mit 0 Tieren angegeben. Ein Wolf gilt erst dann als angesiedelt, wenn er sich nachweislich mindestens sechs Monate hier aufhält - und dieses Kriterium hat laut Ministerium noch kein Ter erfüllt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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