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Borkenkäfer und heißer Sommer setzen dem Staatswald zu

Regensburg  

Borkenkäfer und heißer Sommer setzen dem Staatswald zu

18.10.2018, 14:08 Uhr | dpa

Borkenkäfer und heißer Sommer setzen dem Staatswald zu. Trockene Wälder im Herbst

Herabgefallenes Laub liegt unter Bäumen. Foto: Friso Gentsch (Quelle: dpa)

Der Borkenkäfer und die lange Trockenheit im Sommer haben den bayerischen Staatswald im abgelaufenen Geschäftsjahr schwer belastet. Der Gewinn der Bayerischen Staatsforsten ging im Geschäftsjahr 2017/2018 (30. Juni) mit rund 53,4 Millionen Euro erneut zurück, wie Vorstandsvorsitzender Martin Neumeyer am Donnerstag in München sagte. Im Jahr davor hatte der Gewinn noch bei 54,1 Millionen Euro gelegen. Erstmals in ihrer Geschichte verzichteten die Bayerischen Staatsforsten auf eine Gewinnausschüttung an den Freistaat.

Vor allem auf Grund von heftigen Stürmen gebe es enorme Überkapazitäten an Holz, sagte Neumeyer. "Mit der Folge, dass der Holzmarkt belastet wird und die Holzpreise in Bayern dramatisch unter Druck stehen." Als Reaktion sei im vergangenen Geschäftsjahr mit 4,79 Millionen Festmetern Holz deutlich weniger eingeschlagen worden als im Vorjahr. Damals betrug die Holzmenge knapp 200 000 Festmeter mehr.

Rund 15 Prozent des eingeschlagenen Holzes waren im vergangenen Geschäftsjahr von Borkenkäfern befallen. Die direkten und indirekten Kosten für den Kampf gegen den Schädling inklusive der Verluste durch den Wertverfall beliefen sich den Angaben zufolge auf 15 bis 20 Millionen Euro.

"Geschwindigkeit ist alles", sagte Neumeyer. Je schneller die befallenen Bäume entdeckt und in sogenannte Nasslager verbracht würden, umso geringer die Chance, dass die Käfer sich weiter ausbreiten. "Wir haben die Lage im Griff." In den Nasslagern werden die Stämme beregnet, die Käfer sterben ab. Je schneller das passiert, umso geringer der Wertverlust, mit dem die Hölzer schließlich verkauft werden können.

Neumeyer gab sich zuversichtlich, dass sich die Lage in den kommenden Jahren entspannt. Das Holz, auf dessen Einschlag aufgrund der Überkapazitäten derzeit verzichtet werde, könne in zwei bis drei Jahren mit deutlichen Wertsteigerungen verkauft werden. Zudem gebe es eine stetig steigende Nachfrage nach Holz aus der Bioökonomie. Beim Hausbau oder auch als Plastikersatz spiele der Rohstoff eine immer größere Rolle. "Deutschland ist auf dem Weg in ein Holzzeitalter", sagte er.

Um die Holzmenge gering zu halten, die bei Stürmen und Unwettern anfällt, setzen die Staatsforsten zunehmend auf Mischwälder. Fichten, die derzeit rund die Hälfte des bayerischen Staatswaldes ausmachen, sollen zurückgedrängt werden. Ihre Wurzeln greifen nur flach in die Erde, gegen Stürme sind sie schlecht gewappnet. Der Anteil von Eichen an der Waldfläche solle hingegen von derzeit fünf auf sieben Prozent in den nächsten 50 Jahren erhöht werden, hieß es.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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